So, hier die schon angekündigte Playlist im Anschluss an die „Musikalische Verführung“ durch Wien anlässlich meines 67. Geburtstags. Ich hatte euch Eingeladene um Musikstücke gebeten, die euch – aus welchem Grund auch immer – viel bedeuten. Manche sandten mir gleich mehrere Kompositionen zu, ich nehme mir die Freiheit, mir eines davon auszusuchen.
Die Bandbreite eurer musikalischen Vorlieben ist enorm. Es war spannend, das alles anzuhören. Wer mag, kann das jetzt auch tun.
Ich beginne mit einem Hit, den gleich zwei von euch aussuchten:
O Lady Gaga, ” Shallow”
https://open.spotify.com/intl-de/track/2VxeLyX666F8uXCJ0dZF8B?si=bdcaee9e0dc94dfa
Dazu Carmen, Freundin aus der autofreien Siedlung: Warum? Ich habe es kürzlich wieder im Radio gehört und an den wunderbaren SommerAbend mit Carola gedacht, an dem wir mit unseren Mädchen im SommerKino in Stuttgart diesen tollen Film gesehen haben…
Dazu Silvia, Freundin seit Niederöblarner Familiensporturlauben: Wir haben den Film damals im ersten Lock down im TV gesehen, und diese Zeit wird vielen von uns immer in Erinnerung bleiben, auch emotional. Der Song hat mich danach noch eine Weile begleitet, und ich höre ihn immer noch gern ab und zu, auch wenn er mich immer ein bisschen traurig macht.
O Pink Floyd, “The Great Gig in the Sky” (LP The Dark Side of the Moon)
https://youtu.be/tibM1jhbZdM?si=7gTRPEoSmDT85_Xi
Dazu Heinrich, Freund seit (nie umgesetzten) Wohnprojektplanungszeiten in den 1980ern:
Angeblich suchten Pink Floyd lange nach einer vokalen Umsetzung und baten Clare Torry, einfach zu singen, wonach ihr war.
O Fish / Marillion, “Kayleigh”
https://www.youtube.com/watch?v=JKu-8hedvVA
Dazu Andreas, Kathpress-Kollege seit vielen, Freund seit einigen Jahren: Erinnert mich an meine erste Backpackerreise durch Schottland im Jahr meiner Matura 1997. Marillion-Frontmann Derek William Dick, damals als Sänger schon einige Jahre solo als “Fish” unterwegs, begleitete meinen Freund Markus und mich auf der Insel nicht nur musikalisch: Angetrieben von der jugendlichen Hoffnung auf eine persönliche Begegnung mit Fish strampelten wir bei massivem Gegenwind und auf ausgeborgten, zu kleinen Uralt-Rädern von Edinburgh aus 15 Kilometer in ein Örtchen namens Haddington. Im Gepäck: acht aus Österreich importierte Dosen des damals in Britannien noch nicht erhältlichen Red-Bull-Gesöffs, das Fish laut Medienberichten sehr verehrte. Im örtlichen Pub, das der Meister nach eigenem Bekunden quasi täglich frequentierte, trafen wir zwar nicht auf Fish, aber auf den Besitzer des Ladens. Er versprach uns, die Dosen weiterzureichen… angekommen sind sie wohl nie. Nun ja, wir radelten dennoch fröhlich den ganzen Weg zurück, Gott sei Dank damals sehr überzeugt von unserer Mission, denn: Der Wind hatte gedreht…
O Miles Davis, “It Never Entered My Mind“
https://open.spotify.com/track/6QlkHjQmo2YncQN5MQXgPZ?si=c2b3915d2ff345f4
Dazu Gregor, ältester Lieblingssohn: Dieser Song war mein Wiedereinstieg in den Jazz vor ca 3 Jahren. Vermutlich weil er einfach hübsch ist ohne Elemente die Jazz für Newcomer oft schwer verdaulich machen. Miles Davis’ erstes Quintett 1956, sehr empfehlenswert als Einstiegsmaterial generell 🙂
O Molden/Resetarits/Soyka/Wirth, “Awarakadawara“
https://open.spotify.com/intl-de/track/4irSxWzhA0OAATIlUQnz1O?si=fe15874e8b564bfc
Dazu Helga, Georgienurlaubsfreundin: Gerne erfülle ich Deinen Geburtstagswunsch und verrate eines meiner Lieblingslieder: 1) es besingt – dem Anlass entsprechend – Freundschaft, 2) Willi Resetarits – schon immer bin ich sein Fan, 3) Ernst Molden – Supermusiker und wie Willi a Wödmensch, 4) ein Erinnerung, für meine Freundinnen und Freunde auch bei Regen da zu sein.
O Kärntnerlied „Wenn du durchgehst durchs Tal…“
https://open.spotify.com/intl-de/track/3C3x90o5nW5IVan01Nuq6y?si=f338c9e988ac4bd4
Dazu Sonja, Adventlesungsfreundin: Es gäbe so viele andere Lieder, die ich nennen könnte – aber keines hat eine stärkere Wirkung auf mich wie dieses. Schon nach den ersten Klängen fließen die Tränen und ich muss das Lied dann mindestens, wirklich mindestens zehn Mal hintereinander hören. Es muss etwas mit meiner tiefsten Kindheit zu tun haben. Mein erwachsenes Ich hat keine Assoziation anzubieten und trotzdem habe ich beim Anhören das Gefühl, eine Zeitreise in die längst vergessene Vergangenheit machen zu dürfen. Für mich ist das etwas ganz Besonderes. Und so ein Kärntner Viergesang ist ja auch wirklich was Schönes, oder?
O Mazzy Star, “Fade Into You“
https://open.spotify.com/intl-de/track/1LzNfuep1bnAUR9skqdHCK?si=32d1975e04f24d19
Dazu Moritz, mittlerer Lieblingssohn: Die Komposition ist eine “save bet”, die ihr aber wahrscheinlich kennt. Kaum ein anderes Lied vermittelt mir so ein schönes melancholisches Gefühl.
O Shakira, “Waka Waka”
https://m.youtube.com/watch?v=Ntn1-SocNiY
Dazu Manuela, langjährige Kollegin, Fußballgroßereignis-Tippfreundin: Ich steuere “Waka Waka” von Shakira bei, weil das ein energiegeladener Song ist, der mit Afrika und Fußball zu tun hat und mich an meine Austrian-Development-Agency-Zeit und die „KeNaKo Afrika Now“-Ausstellung erinnert, die wir damals anlässlich der WM auf die Beine gestellt haben.
O Robert Schumann, “Märchenbilder”
https://open.spotify.com/intl-de/track/7uRQnI4xFqbDODqtanflqb?si=83a7a95f22534e70 Dazu Rudi, weitmehralsnur Kinomittwoch-Freund: Schumanns Märchenbilder haben mir schon immer gefallen … ich weiß aber nit, warum.
O hmbc Holstuonarmusigbigbandclub, „Vo Mello bis ge Schoppornou“
https://open.spotify.com/intl-de/track/3KttDSBXuACB5l9w8OtXfJ?si=ce25a5caf1a9445e
Dazu Stefan, autofreier Spieleabendfreund: In meinen jungen Jahren habe ich vor allem die Musik der Beatles geschätzt, Lieder wie etwa Michelle habe mich tief beeindruckt. Diese Songs schätze ich natürlich heute noch. Eine gute Erinnerung verbinde ich mit „Vo Mello bis ge Schoppornou“ des hmbc Holstuonarmusigbigbandclub. Das habe ich zweimal beim Siedlungsfest gesungen und fand es sehr lustig, in Wien ein Lied vom anderen Ende von Österreich zu performen und die Leute zum Mitsingen zu bewegen.
O Umineko no Naku Koro ni, “Fishy Aroma”
https://www.youtube.com/watch?v=ENL0nPskSao
Dazu Fabian, jüngster Lieblingssohn: Das Lied taugt mir immer noch sehr, es spielt, als ein Brief eines mysteriösen unbekannten Gastes im Schloss zu Abend vorgelesen wird, und vermittelt ein gewisses “Catch me if you can”-Gefühl, angespannt, aber auch spaßig. Ist vermutlich das erste Lied, das mich so richtig in das Umineko Anime hineingezogen hat, und Umineko kennen und lieben zu lernen hatte einen doch sehr starken Einfluss darauf, welche Menschen ich online kennen lernen würde.
O Georg Danzer, Gaudenzdorfer Gürtel 47
https://open.spotify.com/intl-de/track/01KJGlu2iICL6VS7PA4MWV?si=3fe500e9c9d34889
Dazu Norbert alias Liedermacher dog&SCHWOAZ, langjähriger Freund und Kinomittwochteilnehmer: Danzer deswegen, weil ich die Ehre habe, an seinem 80. Geburtstag bei der Enthüllung einer Gedenktafel an eben dieser, seiner Kindheits- und Jugendadresse ein paar Danzer-Songs zu spielen.
O Billy Joel, You’re my home
https://youtu.be/zDH2E2wWjc0?si=3Qcw3j-i4sH-oKup
Dazu Henning, mein Lieblingsdeutscher in der Kathpress und weit darüber hinaus: Ich wähle zum einen den für mich immer wieder und immer noch großartigen Billy Joel – und ein vielleicht etwas unbekannteres, gleichwohl m.E. bezauberndes Liebeslied von ihm. Es begleitet mich von Anbeginn meiner „Billy-Liebe“ an – und macht für mich dreifach Spaß: es zu singen, es auf der Gitarre zu spielen – und auf dem Klavier…
O Reinhard Mey, Sommermorgen
https://open.spotify.com/intl-de/track/6nGwCFba5oNIJIuTVGlioi?si=ca471c6549864834
Dazu Claudia, Herzallerliebste: Im Hintergrund dieses Liedes habe ich über mein Eheversprechen nachgedacht und es dann formuliert…