About Robert Mitscha-Eibl

Katholischer, weltoffener Publizist im aktiven Ruhestand; gebürtiger Steirer, durch Theologie- und Germanistikstudium ausgebildeter Lehrer, später Redakteur bei Kathpress, verheiratet mit Claudia, dreifacher Vater, fünffacher Großvater

Mein Camino 4 (Ab nach Spanien!)

In Seixas knapp 4 km von der Busstation in Caminha quartierte ich mich im Donna Nega Guest House ein, in einem einfachen Zimmer ohne Mahlzeiten und mit Gemeinschaftsbad, aber mit schöner Terrasse und bunt gemischtem Publikum. Deutsche, Französinnen, Spanier und Esthy, eine atheistische Schweizerin und pensionierte Flugbegleiterin, deren Ziel nicht Santiago, sondern der nächste größere Ort Valença sein sollte. Sie sagte bei unserem längeren Gespräch, sie glaube grundsätzlich an das Gute im Menschen. Dieser Glaube habe jedoch geschwankt, als sie gestern auf dem Waldweg nach Viana eine Frau beobachtete, die sich bei einer Pay-what-you-want-Labestation im Wald bediente, ohne auch nur einen Cent in die Kasse zu werfen. Esthy war empört, sagte der sich unbeobachtet Fühlenden aber nichts. Ich hätte.
Aber sowas ist die Ausnahme, waren wir uns einig. Es herrschen Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Interesse an anderen unabhängig von Herkunft, Alter, Aussehen und Geschlecht vor. Ich bin überzeugt: Der Camino ist herzensbildend, bessert seine Besucher:innen.

Der Lohn für meine eigene Herzensbildung kam tags darauf, am Dienstag, 21. April, zur Halbzeit meines Camino. „What a day“, schrieb ich in mein Notizbüchlein. „Mit Spiritualität, Genesung, Blödeln über Geheimdienste, Flusserlebnissen…“ Nach einer Empfehlung meiner Gastgeberin im Guest House folgte ich an diesem Tag keinen gelben Pfeilen oder Jakobsmuscheln. Ich möge stur dem Grenzfluss Minho/Miño folgen und die Wegweiser Richtung Hinterland ignorieren. Denn dann ginge ich auf einem weitgehend ebenen Radweg in einer schönen Flusslandschaft mit Vögeln, Schmetterlingen, Blumen. Klingt gut, dachte ich im Bewusstsein meines Fußes, dessen Blasen nun weniger weh taten, dafür schmerzte der stark geschwollene Rist bis hinauf zum Schienbein.
Ich dachte beim Gehen an Hape Kerkeling, dessen „Ich bin dann mal weg“ in seiner Ehrlichkeit mir auch religiös viel bedeutet (anders als Paulo Coelhos schwurbelig-esoterisches Camino-Buch, das ich nach 30 Seiten genervt weglegte). Am 4. Juli 2001, 16 Tage vor seiner Ankunft in Santiago, schrieb Hape: „Ich habe meine ganz persönliche Begegnung mit Gott erlebt.“ Die dem mitteilungsfreudigen Entertainer offenbar die Redseligkeit austrieb, denn: „Das, was ich gestern erleben durfte, kann ich weder erzählen noch aufschreiben.“ Voraus ging das von einer Mitpilgerin angeregte Vorhaben Hapes, sich „leer zu machen“ beim Gehen. „Schweigend und ohne jeden Gedanken zwölf Kilometer zu laufen, kann ich nur jedem empfehlen … Totale gelassene Leere ist der Zustand, der ein Vakuum entstehen lässt, das Gott dann entspannt komplett ausfüllen kann.“ Hape fängt aus heiterem Himmel an zu weinen, ohne ersichtlichen Grund. „Erschöpfung? Freude? Alles auf einmal?“ Die Aufschrift „Yo y Tú (Ich und du)“ auf einer Schule deutet er als spirituelle Intimität, die „nur mich und ihn“ betreffe und ein „Siegel der Verschwiegenheit“ erfordere. Eins nur: „Um Gott zu begegnen, muss man vorher eine Einladung an ihn aussprechen, denn ungebeten kommt er nicht.“
Sowas würde ich auch gerne erleben, dachte ich vorm Start in meinen Camino. Aber Hape war 6 Wochen unterwegs und hatte sein Erlebnis nach 4 Wochen. Würden meine elf Wandertage überhaupt ausreichen, um in so eine Stimmung, in so einen Zustand der Empfänglichkeit zu gelangen?
Und plötzlich, links von mir der Fluss, der sich um Grenzen nicht kümmert, rechts Frühlingsblumenwiesen mit Schmetterlingen und Bienen darauf, über mir Vogelgezwitscher … – kamen mir die Tränen, ohne ersichtlichen Grund, genau wie Hape es schilderte. Ich war einfach dankbar, voll von Vertrauen ins Leben, das wie auch immer gut ausgehen würde, genau wie meine Pilgerreise, die ja ein Symbol für den Lebensweg ist. Dankbarkeit, Vertrauen, diese beiden Grundpfeiler des Glaubens stehen doch viel mehr als das Bekennen vorformulierter Sätze den Kern von Spiritualität!

Am Rio Minho kamen mir die Tränen – vor Glück

Lennons „Imagine“ kam mir in den Sinn, das mir immer viel bedeutete. „…Imagine no possessions,/ I wonder if you can,/ No need for greed or hunger,/ Our brotherhood of man./ Imagine all the people sharing all the world…“ Ich erinnere mich an eine Nacht auf der Kykladeninsel Anaphi, die ich als Student in einer Kapelle hoch auf einer Anhöhe über dem Meer verbrachte und im hallenden Raum Donna nobis pacem sang. Und im Morgengrauen stand ich auf und lauschte – umhüllt von Gottes Liebe – dem Wind, dem Meer und den Möwen. Später dichtete ich: „Gott,/ du Vöglein,/ nistest in den Augenblicken,/ in denen mir zum Zwitschern ist.“ Sowas ähnliches erlebte ich am Rio Ninho. Ich war selig.

Das sind Lena und Simon kurz vor unserer gemeinsamen Rast mit Erdbeeren und Oliven

Dann traf ich Lena und Simon, meine Bekannten vom ersten Tag in Mindelo. Wir plauderten erfreut über das Wiedersehen über unsere Erfahrungen, blödelten über KGB und Mossad, und ich lachte über Simons „Drohung“, ich würde wegen meiner Busfahrt tags zuvor nun sicher kein Pilgerzertifikat in Santiago bekommen. Die beiden luden mich zur Rast mit Erdbeeren und Oliven ein. Simon meinte: „Ich sagte ja, dass wir einander wiedersehen würden.“ – Ich darauf. „Dann bist du ja wohl einer der Propheten, von denen Israel so viele hat.“ – Lena winkte ab: „Lieber nicht. Mit denen nahm es kein gutes Ende.“ Ich verabschiedete mich mit: „That’s why I estimate this trip so much: meeting people like you!“
In Valença würde ich auch Carina wiedersehen, die – wie sie mir whatsappte – an diesem Tag ihre mittlerweile ebenfalls beleidigten Füße mit einer Busfahrt schonte. Vorm Hotel Lara traf ich im Supermarkt noch eine allein reisende Bayerin, die bisher frömmste unter meinen Camino-Bekanntschaften. Sie pflegte lange ihre Schwiegermutter, obwohl die ihr gar nicht wohlgesonnen war, und schupft auch jetzt den Haushalt und das Pfarrleben ihrer Heimatgemeinde, wo sie Teil des Pfarrgemeinderats und des Mesnerteams ist. Sie brauchte schon nach dem Tod ihrer Schwiemu eine Auszeit nur für sich, damals auf dem Jakobsweg von München ins Allgäu, und jetzt wieder. Gott ist ihr dabei wichtig, und fromm heißt bei ihr nicht devot: „Bei dera Kirchn brauchst‘ an starkn Glaubm!“
Sehenswert ist die Burg von Valença samt Altstadt, darunter die doppelstöckige Eisenbrücke über den Minho/Miño, in deren Mitte die Grenze zu Spanien markiert ist. Halbzeit für mich. Und die erste Station gleich nach dem Grenzübertritt: Die Stadt Tui mit seiner 800 Jahre alten, wunderschönen Kathedrale. Ich hatte mich mit Carina für 11.45 am Bahnhof Tui verabredet, wir wollten die mehr als 30 km lange Etappe mit einer kurzen Busfahrt nach Porriño abkürzen. Doch fasziniert von den Frohbotschaften aus Stein und Holz und Gold in der Kathedrale übersah ich die Zeit und musste mich bei Carina entschuldigen: Bis zum Bahnhof schaff’ ich’s in zehn Minuten nicht mehr. Es fuhr allerdings ohnehin kein Zug, wir mussten den Bus eine Stunde später nehmen. Wieder 15 km von der Gesamtstrecke abgezwackt. War mir aber egal. The Camino is not a competition!

Es wurden auch so 33.000 Schritte bis nach Redondela am Fjord von Vigo. Und meine Fußbeschwerden nahmen wieder zu. Eine neue Blase am linken Ballen, der rechte Fuß blieb geschwollen, mit starken Schmerzen an Rist, Mittelfuß und Schienbein, so, dass ich kaum die Zehen anheben und in die Sandalen schlüpfen konnte. „Wandern in Galicien ist bisher nicht das Gelbe vom Ei, fällt gegenüber dem Küstenweg stark ab“, notierte ich frustriert. Viel auf und ab, Nebenstraßen, kleine Ortschaften – allesamt nichts Besonderes. Architektonisch bemerkenswert ist ein Eisenbahnviadukt aus dem 19. Jahrhundert, der sich eindrucksvoll über die Dächer von Redondela spannt. Aber nach dem Highlight am letzten Portugaltag war ich am ersten Spanientag recht niedergeschlagen, was auch an dem muffigen Zimmer mit nicht zu öffnendem, weil defektem Fenster lag. Hoch und Tief auch meine Stimmung – nur das Wetter spielte durchgehend mit: Frühsommer und Sonne ohne jeden Tropfen Regen.

Kurz vor Redondela auf den hügeligen Wegen des Camino in Galicia

Mein Camino 5 (¡Ya voy, Santiago!)

Eine Amerikanerin fragte mich, ob ich allein unterwegs sei. „No“, antwortete ich. „Pain is my permanent companion.“ Eine andere sagte. „We apologize for Trump. He’s a Jackass!“ Sowas hebt die Laune. Mehr als dass bei einer weiteren Ami-Frau die US-Flagge am Rucksack prangte.
Beim Aufbruch morgens geht es nach einer Weile ganz gut, allerdings nehmen die Schmerzen nach einer Pause mit Niedersetzen wieder zu, so meine Erfahrung. Und mein Gehtempo verringerte sich gegenüber den ersten Tagen deutlich, ab Spanien wurde ich von mehr Leuten überholt, davor war ich der Schnellere. Es häuften sich die Markiersteine mit der Jakobsmuschel und der Kilometerangabe, wie weit es noch bis zum Ziel ist. 84 km noch von Redondela, die 20 am Donnerstag, 23. April, nach Pontevedra sollten machbar sein. Und sie wurden es. Ich ging im Schontempo und hielt meine malträtierten Füße ins kalte Wasser eines sich durch den Wald windenden Flüsschens.

Ruth und Janet, die sich Jan (sprich: Tschänn) nennt, sind seit Jahrzehnten befreundet. Erstere ist aus Chester in Nordengland, zweitere aus Wales. Ich traf die beiden auf einem hübschen Waldweg – Galicien hat doch auch seine Reize – und plauderte während einer Rast mit ihnen. Ruth ist Witwe und hat einen Sohn, Jan einen radelnden und zugleich autobegeisterten Ehemann und zwei Söhne, aber im Unterschied zu Ruth (noch) keine Enkel. Beide haben Humor, wir müssen beim Reden über das britische Königshaus, über die walisische Sprache, die King Charles III. laut der Netflix-Serie „The Crown“ lernte, nicht aber Jan, viel lachen. Ruth empfahl mir mein ab dann geltendes Lieblingsbier 1906 aus der Brauerei Estrella Galicia und meinte, ich solle meinen Fußschmerz doch als Lernanstoß nehmen: Slow down! Die Rede kam auch auf unsere Vornamen, und ich erwähnte, dass ich – im Unterschied zu meinen Geschwistern – nur einen davon bekam und mir deshalb schon vor Jahren selbst einen zweiten verlieh: Pilgrim. Ein Name, den ich jetzt quasi einlöste, mit Leben erfüllte.
Ruth und Jan zeigten mir ein Video, in dem sie einen alten Pop-Hit von Tony Christie aus den 1970ern textlich neu interpretieren: Statt “Is This the Way to Amarillo?“ sangen die beiden vom Way nach Santiago, den es zu bewältigen gilt, um zu sweet Marie (oder sweet James?) zu gelangen. Auch eine dieser herzerwärmenden Bekanntschaften…

“Is this the way to Amarillo?” – No. To Santiago!

In Pontevedra kam ich mitten am Nachmittag an, ich logierte mich im Hotel Restaurante Rúas inmitten der hübschen Altstadt ein. Und suchte eine Farmacia auf, wo ich Voltadol gegen meine Schwellung bekam. Auf der zentralen Praza da Ferraría traf ich mich mit Carina zum Abendessen, wir teilten uns Tapas mit Fisch und viel Salat – richtig gut. Und unsere Gespräche wurden immer offener, vertrauter, freundschaftlicher. Ich erzählte sogar von meinem spirituellen Erlebnis an Rio Minho. Carina wurde für mich zu einer Weggefährtin wie Anne und Sheelagh für Hape Kerkeling auf seinem Camino. Ich bin froh, sie kennengelernt zu haben.
Am Freitag, zwei Tage vorm Ankommen, wanderte ich erträgliche 21 km nach Caldas de Reis, wo ein Luxusquartier auf mich wartete: Das Balneario Acuña punktet mit altgediegenem Ambiente, Terrasse vorm geräumigen Zimmer, einem hölzernen Treppenhaus rund um den schmiedeeisernen Aufzug – und vor allem: einem Swimming Pool mit Termalwasser. Ich kam früh genug an, um zum ersten und letzten Mal meine Badehose anzuziehen und mich im warmen Wasser angenehm schwerelos zu fühlen, während auf der Terrasse meine gewaschenen T-Shirts und Unterhosen trockneten. Unter den Gästen mischten sich Pilgernde und Pensionisten, letztere dominierten das von mir mitgebuchte opulente Abendessen mit Salatteller, angeblichem Heilbutt, Eisdessert und Weißwein. Köstlich.

Eine der besten Unterkünfte: das Balneario Acuña in Caldas de Reis mit Pool rechts unter den Bäumen

Was in Caldas de Reis und auch sonst in Galicien nicht gut klappte, war, Stempel für den Pilgerpass in Kirchen zu bekommen. Viele davon waren nämlich verschlossen. Dabei wären offene, kühle, zum Innehalten und Nachdenken einladende Kirchen, vielleicht sogar mit biblischen Kurztexten wie die in Glückskeksen, eine gute Idee und würden sicher gerne genutzt. Immer gab es Stempel in Gastronomiebetrieben oder bei Kleinhändlern am Wegrand, die alle Arten von Camino-Tand anbieten. Manchmal spielen auch Musikanten, die von Pilgern einen Obulus erhoffen, wie jener E-Bassist, der Lennons „Imagine“ richtig gut interpretierte.
Mein Eindruck war auch. Je näher bei Santiago, desto größer der Spanier:innenanteil. Viele starten von Tui, andere von Vigo. Auch eine Klasse mit lärmenden Teenagern plapperte sich Richtung Ziel.
An den letzten beiden Tagen borgte mir Carina ihre nicht benutzten faltbaren Wanderstöcke. Ich hatte auf meine ja verzichtet, weil ich, den Rucksack als Handgepäck im Passagierraum verstauend, nicht riskieren wollte, sie bei der Sicherheitskontrolle abgeben zu müssen. Carinas Stöcke entlasteten wohltuend die Gelenke und vor allem den rechten Fuß. Die harmlosen 18 km von Caldas de Reis nach Padron legten Carina und ich gemeinsam zurück, mit Gedankenaustausch und Pausen samt Gazpacho, Oliven, Kuchen, Kaffee und Cola. Den hügeligen Wegen in schönen Eichen-, Föhren- und Eukalyptuswäldern konnte ich zunehmend etwas abgewinnen.

Sonntag, 26. April, letzter Caminotag! Und die Route verhieß Anstrengung, denn von Padron sind es 25 km mit vielen Steigungen ins auf 257 m Seehöhe gelegene Santiago. Uff, das wird heftig, fürchtete ich, und mir fiel Simons Abschiedsworte bei der Minho-Flussrast an mich ein: „Be not too hard to yourself.“ Er ist ein Prophet und hat recht, dachte ich. Also nochmals Bus. Aber nicht nach Santiago, das wäre für mein Pilgerethos zu viel, nur die Hälfte der Strecke vom Hotel Scala weg. Ich entschied mich für Milladoiro als Halt, mit der Option, die tags zuvor noch ein Stück weiter gewanderte Carina auf dem Weg zu treffen. War dann aber nicht so.
Ich näherte mich bei bestem Wetter und in ebensolcher Stimmung dem Ziel. Und überlegte, was diesen Weg zu den angeblichen Überresten eines in der Bibel eher als Nebenrolle bedeutsamen Apostels über Jahrhunderte so attraktiv machte und ihn gerade in den vergangenen 40 Jahren so enorm boomen ließ? KAÖ-Präsident Ferdinand Kaineder, mit dem ich beruflich viel zu tun hatte, ist als europaweit erfahrener Pilger sehr zurückhaltend, was den Camino betrifft. Der sei als Kampfpfad gegen die Muslime instrumentalisiert worden, Jakobus selbst als „Maurentöter“, der Apostel sei wahrscheinlich gar nicht in Hispanien missionieren gewesen, war selbst nie ein Pilger; jetzt sei der Camino von Kommerzialisierung und Overtourism geprägt.
Alles richtig, und es stimmt: Gotteserfahrungen kann man auch beim Pilgern nach Mariazell, Altötting oder Lourdes machen, und warum nicht auch in Cornwall oder Cinque Terre?
Und doch: Die 530.000 registrierten Pilger:innen, die im Vorjahr nach Santiago kamen, erleben einen Abschluss, wie er sonst wo kaum möglich ist. Ankommen – wer tut das nicht gerne, buchstäblich und sprichwörtlich? Wie auch ich, an diesem Sonntag nach nur 20.000 Schritten, mit Schwielen und Blasen an den geschwollenen Füßen, Parkemed im Blut und Carinas Stöcken an den Händen kam ich auf dem gepflasterten Obradoiro-Platz vor der barocken Kathedrale an, wo sich symbolisch die Pilgerwege aus allen Windrichtungen treffen. Dieser Ort ist Schauplatz von Freudenszenen mit Applaus, Umarmungen und Glückwünschen, von Selfies und Sich-Ausruhen. Das Glück, anzukommen, es geschafft zu haben, schmälern auch die vielen Entbehrungen und Wehwehchen nicht. Und es ist wichtiger als die Pilgerurkunde, die ich wie alle für ihren mit mindestens zwei Stempeln täglich bestückten Camino-Pass im Pilgerbüro bekam.

 Wer kommt nicht gerne an? In Santiago kann man das Glück darüber täglich tausendfach erleben.


Ich setzte mich erstmal hin, traf Ruth und Jan und umarmte beide, vereinbarte ein gemeinsames Abschiedsbier tags darauf, wollte aber jetzt noch sitzen bleiben und alles sickern lassen, was ich die letzten elf Tage erlebte. Dann tauchte auch Carina auf, wir beglückwünschten uns und machten Erinnerungsfotos von unserem ersten Camino. Carina überlegt, nochmals zu gehen; ich neige eher zu anderen Zielen.
Das ist eines der schönsten Dinge am Camino: am Ende nette Leute wiederzusehen, mit denen man ein Stück des Weges ging, ja eine Zeitlang so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft bildete… Dazu passt, dass ich in den kommenden Tagen auch Lena und Simon wieder traf, und beim Zurückfahren mit dem Bus nach Porto sogar die deutlich später eingetroffene Holländerin Susanne.
Ich blieb noch vier Nächte in Santiago, der 100.000-Einwohnerstadt mit der höchsten Rucksackdichte, deren labyrinthartige Innenstadt Weltkulturerbe ist. Ich entdeckte persönliche Lieblingsplätze wie die die arkadengesäumte Rua Nova mit der einzigartigen, der Mutter des Jakobus geweihten Iglesia de Santa María Salomé, die jung-belebte Praza da Universidade und die abgelegen ruhige Praza de San Martino, an der ich mein Zimmer in der kleinen Pension Estrella hatte. Ich aß Pulpo im Markt, kaufte Tarta de Santiago und Pilgersocken, nahm an einer Stadtführung teil und machte einen (Kann-man-machen-muss-man-aber-nicht-)Ausflug nach Finisterre, ans „Ende der Welt“.


Nach weiteren zwei Tagen in Porto flog ich zurück nach Wien, in die Arme meiner Liebsten. Und ich bin froh, meinen Camino erlebt zu haben.
Das letzte Wort möge Hape Kerkeling haben, dessen „Ich bin dann mal weg“ ich wirklich empfehle. Er beendet seinen Reisebericht spirituell, vergleicht seine Pilgerzeit (oder das Leben?) mit einem kindgleich ausgelassenen Spiel Gottes. „Der Schöpfer wirft uns in die Luft, um uns am Ende überraschenderweise wieder aufzufangen… Und die Botschaft lautet: Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein. Und wenn ich es Revue passieren lasse, hat Gott mich andauernd auf dem Weg in die Luft geworfen und wieder aufgefangen. Wir sind uns jeden Tag begegnet.“

“Wir sind uns jeden Tag begegnet.“

“Blue Moon” (Richard Linklater, USA/Irland 2025) ****

Im März 1943 feiert das Musical „Oklahoma!“, bei dem der Komponist Richard Rodgers (Andrew Scott) zum ersten Mal nicht mehr mit seinem langjährigen Texter Lorenz Hart zusammenarbeitet, sondern mit den Lyrics von Oscar Hammerstein II den Grundstein für DAS „Songwriting-Team“ (u.a. “The King and I”, “The Sound Of Music”, “You’ll Never Walk Alone”) schlechthin legte. Davor waren schon Rodgers und Hart höchst erfolgreiche Songwriter des Great American Songbook (“Blue Moon”, “My Funny Valentine”, “The Lady Is a Tramp”), das eng befreundete Duo zerbrach jedoch an der Unzuverlässigkeit des notorischen Trinkers Lorenz Hart.
Ethan Hawke spielt diesen kleingewachsenen, gekränkten, trotz permanenter Wortwitze von Tragik gezeichneten, Virtuosen des geschliffenen Wortes hinreißend. “Blue Moon” ist die Geschichte eines hochbegabten, jedoch an seinen Unzulänglichkeiten gescheiterten Showbiz-Protagonisten, der noch dazu unglücklich verliebt in die viel zu junge Schauspielaspirantin Elizabeth (Margaret Qualley) ist. Diese berichtet dem vertrauten Freund (“I love you, Larry, but not this way”) von amourösen Erlebnissen und nützt ihn als Steigbügelhalter für den Kontakt mit Rogers. Richtig leid tut er einem, wenn sich Hart vor Ideen sprudelnd anbiedert, obwohl er für die biedere Qualität von “Oklahoma!” de facto nicht viel übrig hat.
Wieder mal bin ich mit dem Filmdienst einer Meinung: Die Tragik des Musical-Poeten mit seinen ausladenden Gesten, rasant vorgetragenen Wortkaskaden, Imitationen und mitunter auch angestimmten Liedern ist “zunächst vor allem im Kontrast zu dem von Bobby Cannavale mit pointiertem Gleichmut gespielten Barkeeper unterhaltsam”. Die (von unserer Kinorunde mit Untertiteln mitverfolgte) Pointendichte wirkt mitunter allerdings auch etwas angestrengt … ich bin sicher, dass ich etliche Gags verpasst hab.

“Burg in Concert: Rufus Wainwright”, Burgtheater, 5.4.2026 ***

Es war nicht die beste Idee, nach einem prallvollen Ostersonntag mit netter Brunch-Runde abends noch in ein Konzert zu gehen. Aber wir hatten schon lange die Karten besorgt und Rufus Wainwright auf der Bühne des Burgtheaters – das klang ja nicht schlecht.
Es war die letzte Station des in New York geborenen und in Montreal aufgewachsenen Singer-Songwriters aus einer Musikerfamilie (Vater Loudon Wainwright, Mutter Kate McGarrigle) Rufus Wainwright auf seiner Europatournee, er stand alleine mit Klavier und Gitarre auf der Bühne und wechselte in der Instrumentierung ab.

Sonst veileicht eine Lichtgestalt, diesmal aber mit Schatten vor allem als Begleiter seiner Kompositionen.

Gleich beim ersten Song verspielte sich Rufus und gestand, angesichts der Ehre, auf so einer Weltbühne aufzutreten, nervös zu sein. Rufus, inzwischen 52, ist ein großartiger Sänger, ich mag seine Stimme. Deutlich weniger überzeugte er mich als Pianist und Gitarrist, die Arrangements seiner manchmal eigenwillig schräg wirkenden Kompositionen sind… nun ja: schlicht. Warum keine Begleitband, damit sich der Mann ganz aufs Singen konzentrieren kann, dachte ich mir.
Das Beste rückte Rufus erst bei der ersten von zwei Zugaben heraus: “Going to a Town” mit der politisch hochaktuellen Refrainzeile “I’m so tired of America”, danach sein bekanntestes Lied, seine Version von Leonhard Cohens “Hallelujah”. Kurioserweise ist das ein Song des Opas seiner 15-jährigen Tochter, die der homosexuelle Rufus mit Lorca Cohen zeugte, der Tochter des berühmten Leonard.
Rufus Wainwright arbeitete mit Künstler:innen wie Elton John, David Byrne, Joni Mitchell, den Pet Shop Boys, Billy Joel, Paul Simon, Sting zusammen, er schrieb zahlreiche Songs für Film und Fernsehen und zuletzt auch zwei Opern. Sein Auftritt in Wien mit Flatterhose, weißen Schuhen und weißem Hemd, das viel Brusthaar erkennen ließ, überzeugte mich nicht wirklich.

Er liebe Wien, sagte Rufus (wie so viele). Jetzt ab in den Urlaub nach Italien.

Keum Suk Gendry-Kim, “Mein Freund Kim Jong-un”, avant-Verlag 2025 ****

Ein Weihnachtsgeschenk für meinen Comic-affinen Bruder, das mich genug interessierte, diese Graphic-Novel-Reportage auch selbst anzuschaffen. Autorin ist eine hierzulande kaum bekannte, aber bereits mehrfach ausgezeichnete Südkoreanerin, die nahe der schaurigen Grenze zu Nordkorea lebt.
Als Angehörige einer Generation, die von Kindheit an eine gründliche antikommunistische Erziehung erhielt, habe sie wie viele andere die Hoffnung gehegt, das Gipfeltreffen 2018 zwischen der politischen Führung Nord- und Südkoreas könnte eine friedliche Wiedervereinigung des seit den 1950ern getrennten Landes einleiten. Keum Suks gezeichnetes Interview mit dem ehemaligen südkoreanischen Staatspräsidenten Moon Jae-in zeigt, dass es zu vereinfachend ist, den in der Schweiz zur Schule geschickten Kim Jong-un als Bösewicht abzustempeln, auch die US-amerikanische Außenpolitik unter Trump I hatte wesentlichen Anteil daran, dass aus einem dem Nuklearwaffenverzicht Pjöngjangs nichts wurde und die Stimmung zwischen Nord und Süd aktuell wieder höchst konfliktgeladen ist.
Keine Frage, der dritte Kim an der Spitze Nordkoreas ist ein Diktator mit Aggressionspotenzial, aber jedenfalls nicht so eine Witzfigur wie er schon 2012 in der US-amerikanische Satirezeitschrift The Onion als „Sexiest Man Alive“ dargestellt wurde.
“Anstatt Kim Jong-un oder die Realität Nordkoreas zu verspotten oder zu verurteilen, wollte ich anhand der Erfahrungen von Menschen aus dem Umfeld sowie der Geschichten von Menschen, die unter Krieg und Teilung leiden, die Bedeutung des Friedens in der Geschichte der Teilung vermitteln”, erklärte Keum Suk über ihr jüngstes Werk, das erstmals auch auf Deutsch erschien.
Ihr gelang ein spannender, wenn auch in manchen Kapiteln straffbarer Einblick in den für uns Österreicher:innen sehr fernen Osten. Eine Graphic Novel, das in einer Reihe mit Art Spiegelmans “Mouse” oder den Bänden von Joe Sacco über Palästina.

Besuch in der Villa Beer, 1.4.2026

Das viergeschoßige Villengebäude in der Wenzgasse 12 in Wien-Hietzing wurde in den vergangenen Jahren liebevoll renoviert und kann seit März im Rahmen von Führungen besichtigt werden – und das lohnt sich absolut, wie der Besuch von Claudia und mir an einem sonnigen Frühlingstag ergab. Die erst seit 1987 denkmalgeschützte Villa ist architektonisch eine Wucht, der von der wohlhabenden jüdisch-liberalen Familie Beer beauftragte Architekt Josef Frank gestaltete die rund 800 m² Wohnfläche mit unterschiedlichen Raumhöhen und Bodenniveaus, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Eigentümer wie auch der Bediensteten eingehen sollten, und designte auch das Interieur.

Der Haupteingang unter dem kubischen Erker, rechts daneben der Dienstboteneingang, links im Bild die Terrasse (dazu hier unsichtbare Balkone) mit Blick auf den herrlichen Garten

Anders als meine Vermutung wurde das Haus nicht arisiert. Julius Beer, Mitinhaber einer Kautschukfabrik, und seine Frau Margarete wollten einen geeigneten Ort für Empfänge und musikalische Abendveranstaltungen schaffen, bewohnten das Haus ab 1931 aber nur ein Jahr lang. Dann geriet Beer in finanzielle Schwierigkeiten und mussten vermieten – u.a. an damalige Musikgrößen wie Richard Tauber, Jan Kiepura mit Marcel Prawy sowie Marta Eggerth. Noch vor der Machtübernahme der Nazis wurde das Grundstück geteilt, die Villa versteigert und 1941 vom Textilunternehmer Harry Pöschmann erworben, dessen Familie hier wesentlich länger wohnte.

Man kann hier auch übernachten, in diesem Haus voller Treppen und unterschiedlicher Niveaus

Die Familie Beer emigrierte in die USA – bis auf die behinderte Tochter Elisabeth, die kein Visum bekam und dem NS-Rassenwahn zum Opfer fiel.
Der ebenfalls jüdisch-stämmige Architekt Josef Frank entwarf neben Familienwohnhäusern auch Gemeindebauten in mehreren Wiener Bezirken. Er emigrierte bereits 1933 nach Schweden und setzte als dortiger Staatsbürger sein Schaffen fort. Mit der Villa Beer hinterließ er Wien ein echtes Schmuckkästchen, das fast ein Jahrhundert nach der Entstehung noch modern und innovativ wirkt. Die Führung in der Karwoche stieß auf großes Interesse, rund 20 Personen unseres Alters nahmen tlw. mit bödenschonenden Schuhüberziehern daran teil.

Paulo Coelho, „Auf dem Jakobsweg“, Diogenes 1993 *

Es kommt nur ganz selten vor, dass ich ein angefangenes Buch gelangweilt weglege. Erst recht nicht eines, dessen Thema perfekt zu meiner in drei Wochen beginnenden Pilgerreise von Porto nach Santiago de Compostela zu passen scheint. Und doch: Nach mehreren Abenden, an denen mir angesichts von Paulo Coelhos Selbstfindungdurchesoterik-Reiseerzählung die Augen zufielen, gab ich mir einen Ruck und dem Taschenbuch einen Kick aus meinem Bett. Zu ermüdend war der im Zentrum stehende innere Entwicklungsprozess des Autors, dessen Ausgangspunkt eine Lebenskrise ist: Coelho scheitert an einer Initiationsprüfung innerhalb eines katholischen Eliteordens und erhält den Auftrag, auf dem Jakobsweg symbolisch ein „Schwert“ zu finden – ein Zeichen spiritueller Reife und Erkenntnis. Belehrt wird er dabei von seinem geheimnisvollen Führer Petrus, der als geistlicher Lehrer verschiedene spirituelle Übungen und Rituale anleitet. Die zentrale Lektion: Das Außergewöhnliche liegt im Einfachen, Unscheinbaren, im bewussten Erleben des Alltags. Ja, eh.
All das könnte genauso gut beim Wandern von Unterstinkenbrunn nach Gigritzpotschn geschehen, der Camino ist auf den 60 Seiten, die ich durchgehalten habe, nur eine matte Hintergrundfolie.
Da lobe ich mir den Klassiker “Ich bin dann mal weg” von Hape Kerkeling, den ich mit Vergnügen und auch vielen Anregungen zum Nachdenken über eigene Prioritäten schon vor längerer Zeit las. Der deutsche Komiker wiederum bezog sich in seinem Reisebericht nicht auf Coelho, sondern auf Shirley MacLaine, die ebenfalls auf dem Weg von den Pyrenäen nach Santiago unterwegs war und ebenfalls spirituell enorm aufgerüstet ankam. Ähnliche Bestseller über die von mir ab 16. April 2026 bevorzugte Route entlang der portugiesischen Atlantikküste existieren nicht. Noch nicht 😉

Länderspiel Österreich-Ghana, Happelstadion, 27.3.2026 ******

Von Bruder Andreas kam die Idee: ob ich mich nicht ihm und Neffe Theo anschließen möchte, in Wien das erste WM-Vorbereitungsspiel des Rangnick-Teams gegen die respektable afrikanische Truppe von Ghana anzusehen. Ich wollte und nützte die Gelegenheit, meinen beiden jüngeren Enkelsöhnen Jakob und Nathan diese Unternehmung als Vorabgeburtstagsgeschenk zukommen zu lassen. Ich traf die beiden nach einigem Suchen und Wo-seid-ihr-Telefonaten – kein Wunder bei dann 40.000 Zuseher:innen – bei der U2-Station Stadion, bald darauf die aus Graz angereisten Andreas und Theo. Nach fünf Minuten anstellen beim Sektor-B-Aufgang stellte sich heraus, dass Jakob verbotenerweise eine Thermos-Trinkflasche mitgegeben wurde. Die mussten wir erst bei einem Depot abgeben, um sie nach dem Match wiederzubekommen. Nach nochmaligem Anstellen und einem Klogang der Jungs endlich der Blick ins gut gefüllte Stadion mit sich aufwärmenden Spielern.

Jubelstimmung im Happelstadion schon bei den Hymnen. Schade, dass man wegen der Laufbahnen sehr weit weg vom Geschehen auf dem Rasen ist. Dennoch: “Immer wieder, immer wieder Österreich!”

Besonders interessierten mich die Neuen im Team: Paul Wanner und Carney Chukwuemeka hatten sich, obwohl davor in der Nachwuchsauswahl Deutschlands bzw. Englands engagiert, für den ÖFB entschieden. Beide jung, hochtalentiert, wie es hieß. Doch zunächst auf der Bank. In der eher faden, spielerisch durchwachsenen Hälfte eins verzichtete Rangnick auf Debütanten. Einer der wenigen Höhepunkte war das 24. Teamtor von Kapitän Marcel Sabitzer, der im Mittelfeld eine tolle Leistung bot.
Von unseren Plätzen aus konnten wir das Geschehen auf dem Spielfeld gut mitverfolgen. Ich erstmals ohne Brille, da nach den beiden Katarakt-OPs nicht mehr kurzsichtig. Ich hatte den Jungs eingeschärft, sich richtig warm anzuziehen, denn die Wetterprognose war besch…eiden: Sogar Schneeregen sollte möglich sein. So schlimm wurde es dann nicht. Es blieb bei rund 5 Grad trocken.
Spielhälfte zwei hatte es dann in sich: Die Fangesänge wurden immer begeisterter, als gleich in der 50. Minute das 2. Tor für Österreich fiel. Gregoritsch nach Stanglpass von Sabitzer. Zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Feld: Wanner und Chukwuemeka, wie drei weitere neu eingewechselte Spieler. Der Spielfluss übertraf den in Hälfte 1 bei weitem, die beiden Youngsters überzeugten, und schon bald köpfte Rechtsverteidiger Posch nach einem Eckball das 3:0. Ein nicht konsequent genug verteidigter Angriff der Afrikaner samt einem herrlichen Abschluss ins Kreuzeck brachte das 3:1, aber schon kurz darauf hämmerte Chukwuemeka den Ball zum 4:1 unter die Latte. Das 5:1 fiel dann in der Nachspielzeit durch den einzigen nicht ausgewechselten Akteur Seiwald – sein erstes im Teamdress.
Wir und das gesamte Publikum waren aus dem Häuschen, meine Stimme ist heute nach dem oftmaligen Torjubel etwas mitgenommen. Egal. Auch Jakob und Nathan, obwohl nicht sonderlich fußballinteressiert, gefiel’s. Claudia fühlte sich zurecht bestätigt, mir geraten zu haben, den Enkeln zu Geburtstagen gemeinsame Unternehmungen zu schenken. Das stärkt die Beziehung und bleibt lange in Erinnerung. Österreich-Ghana tut das sicher.