Adventmail 2010/18 (Namenstage)

Beim Namen des heutigen Tagesheiligen – Wunibald – muss ich schmunzeln. Es ist nämlich so:
Der Programmierer der Software meiner Redaktion, früher Geschäftsführer, trägt die Vornamen Michael W. Wofür das „W.“ steht, fanden wir Redakteure nie heraus, waren aber in unserer Phantasie herausgefordert. W. wie Waldebert? Wedekind? Wanja? Oder gar W. wie „Wiesengrund“, das der deutsche Philosoph zwischen Theodor und Adorno zwängte?
Wir entschieden uns – ohne Wissen des Betreffenden – für Wunibald. Seine oft nicht gerade bedienerfreundlichen Programmier-Ergebnisse bekamen dementsprechend die negativ konnotierte Bezeichnung „Wunisoft“.
Trotz der Freude am Herumspötteln bin ich auf Michael „Wunibald“ auch ein wenig neidisch. Während meine Geschwister (Andreas, Kerstin), meine Ex- und meine Jetzt-Claudia (Maria Antonia Martha bzw. Maria Renate) und auch meine Söhne (wie Ihr schon wisst: Erasmus, Jeremias, Franziskus) allesamt über prächtige Zweit-(und Mehr-)namen verfügen, heiße ich nur Robert. Sonst nix. Enttäuschend, irgendwie. Weshalb ich mir in Studienzeiten selbst einen (inoffiziellen) zweiten Vornamen verpasste: Pilgrim, also Pilger, einer, der auf dem Weg ist. Aber so was ist halt nur eine halbe Sache…