Adventmails 2006/16 (Listen aller Art)

Hitliste der 5 besten Torten und Kuchen für alle Gelegenheiten:

Es folgen Zutaten und Zubereitung für…

Becherkuchen„, der schnelle Kuchen für zwischendurch
Sachertorte„, der Klassiker,
Gerührte Linzertorte„, sehr saftige Torte, die sich gut hält
Mascarponetorte“, sieht super aus und schmeckt auch so
Mosttorte“, meine Lieblingstorte, v.a. im Herbst, wenn die Apfelernte losgeht

Isolde, 38, Biologin, Gleichbehandlungsbeauftragte in Tirol

Adventmails 2006/10 (Listen aller Art)

Liste meiner fünf kulinarischen Lieblingsfilme:

Einleitung: Warum kulinarische Filme?
Essen ist Leben, Nahrung für Körper und Seele, verbindet Menschen, transportiert Kultur, ist voller Symbolik, berührt die Sinne, ist Handwerk und Inszenierung. Vielleicht gefallen mir Filme zu diesem Thema deshalb so gut:

  1. Babettes Fest (Gabriel Axel, Dänemark 1987)
    Eine asketisch-religiöse Dorfgemeinschaft vorwiegend älterer Menschen führt tagaus und tagein ein karges und sprödes Leben, in dem Sinnlichkeit der Sünde gleich kommt. Eines Tages taucht in dieser Gemeinschaft eine junge Französin auf, die als Haushälterin Aufnahme findet und einige Jahre unauffällig mit den Dorfbewohnern lebt. Irgendwann gewinnt sie in der Lotterie und beschließt mit dem Geld ein großes Fest auszurichten. Spezialitäten aus aller Welt werden eingekauft und den asketischen Dorfbewohnern wird angesichts der kulinarischen Köstlichkeiten Angst und Bange um ihr Seelenheil. Trotz der guten Vorsätze, das fulminante Festmahl der französischen Haushälterin nicht genießen zu wollen, sondern nur passiv zu erdulden, erblühen am Abend des Gelages bei allen rote Wangen, gelöste Heiterkeit, Gelächter und sinnliche Freude am ungebremsten Genuß.
  2. Tampopo (Juzo Itami, Japan 1985)
    Ein Film, in dem es um die perfekte Zubereitung einer japanischen Suppe geht. Dabei ist nicht nur Handwerk, sondern auch Magie und Weisheit im Spiel. Als ich im Kino saß, hatte ich unglaublichen Appetit auf diese Suppe!
  3. Zimt und Koriander (Tassos Boulmetis, Griechenland/Türkei 2003)
    Es geht um die politische Dimension von Zypern und Griechenland, den orientalisch-wohlriechenden Gewürzladens eines Großvaters, dessen Enkel dort viele Stunden seiner Kindheit verbringt. Der Großvater weiß viel über die Magie der Gewürze und er bringt seinem Enkel Zusammenhänge zwischen den Gewürzen und den Gestirnen bei. Der Enkelsohn wird Astronom und kocht als erwachsener Mann mit Leidenschaft.
  4. Grüne Tomaten (Jon Avnet, USA 1991)
    Eine Frauenfreundschaft führt so weit, dass eine Frau den getöteten Mann ihrer Freundin (er hat sie jahrelang misshandelt) stückchenweise in ihrem Barbecue-Restaurant verbrät.
  5. Bittersüße Schokolade (Alfonso Arau, Mexiko 1992)
    Um die Jahrhundertwende 1900 muss die erstgeborene Tochter lebenslang die verwitwete Mutter versorgen und darf nicht heiraten. Die älteste Tochter versorgt die ganze Familie. Der geliebte Mann heiratet ihre jüngere Schwester, um ihr nahe zu sein. Die einzige sinnliche Beziehung der beiden Liebenden führt über das Essen. Bei der Zubereitung der Speisen, werden auf magische Weise auch alle Emotionen der Köchin eingekocht.

Martina, 45, Psychologin und Unternehmerin

Adventmails 2006/02 (Listen aller Art)

5 beste britische Snacks
Seit November lebe ich – für insgesamt 4 Monate – in Großbritannien. Ich war vor 10 Jahren schon mal ein gutes Jahr hier, dazwischen sehr oft zu Besuch, kenne Land, Leute und Küche also recht gut. Zugegeben die britische Insel ist nicht gerade für ihre „Haute cuisine“ bekannt, im „Snack-Bereich“ allerdings hat dieses Land SEHR SEHR viel zu bieten.
Da ich den diversen britischen Köstlichkeiten kaum widerstehen kann – und vermutlich mit mehr als 5 zusätzlichen Kilos wieder nach Österreich kommen werde, hier meine persönliche Liste der 5 besten britischen Snacks.
Geheimes Motto für fast alle britischen Snacks ist übrigens: Always make sure you will get enough fat!!!

[Anm. 2025: Es folgen ausführliche Rezepte für die Zubereitung von Salt and Vinegar Crisps, Egg and Cress Sandwich, Baked Beans on Toast,Tripple Chocolate Brownies und Christmas Pudding (würde hier den Rahmen sprengen).]

Michaela, 39, normalerweise PR-Agentin f. Schuldnerberatungen und Armutskonfernez, dzt. „Visiting Researcher“ an der University of Winchester

Adventmail 2004/23 (Glücksmomente)

Wärmendes „comfort food“
Es beginnt mit dem Einkauf beim Inder am Naschmarkt. Gerichte, Gerüche, Farben und eine Ahnung von diesem einzigartigen Geschmack. Am allerliebsten koche ich Thomi mahaar dhal, ein Gericht aus diesen wunderbaren weißen Linsen, die es nur in Indien gibt. Das braucht Zeit – und es lohnt jede Minute davon.
Zuerst wird eine Tasse der Linsen gut gewaschen und mit zwei Tassen Wasser – gewürzt (und gefärbt) mit ein bisschen Salz und Kurkuma (oder Gelbwurz, wie es auch heißt) – dreißig Minuten lang geköchelt. Dann wird der Topf halb zugedeckt und die Linsen dürfen noch eine Viertelstunde weiter köcheln, eventuell mit ein bisschen zusätzlichem Wasser, sie sollen nicht trocken werden.
Schließlich noch einmal 15 Minuten mit ganz zugedecktem Topf.
Währendessen schneide ich eine Zwiebel und mindestens drei, wenn nicht vier Knoblauchzehen, gebe drei Dosentomaten in den Mixer, lasse Zwiebel und Knoblauch rösten, bis sie eine wunderbar goldene Farbe haben, rühr den Tomatenbrei dazu und würze mit frischem Ingwer, ein wenig grünen Chilis – je nach Lust und Laune auf Schärfe – ein bisschen Garam Masala und Asafoetida.
Den frischen Koriander lasse ich weg, weil ich – bei aller Liebe zur indischen Küche – finde, dass er nach Seife schmeckt.
Zuletzt wird das Dhal (das sind die Linsen) aus dem Topf in eine Pfanne gegeben, ein bisschen angebraten und dann mit der Tomatensauce serviert.
Das ist wirkliches „comfort food“, wie die Engländerinnen sagen würden. Beim Kochen, beim Riechen, bei Essen wird dir unweigerlich wohlig warm. Zuerst in der Nase, dann in den Händen, schließlich im Bauch – und überall.
Michaela, 37, Theologin und PR-Beraterin