Adventmail 2008/09 (Briefe an…)

Liebe Leute, vorab:
Ich hab jetzt genug Beiträge, um die Adventmails bis zum Heiligen Abend fortzusetzen.
Herzlichen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben… 🙂

An Herrn Professor Sowieso,
da ich weder lieber noch sehr geehrter schreiben will, fällt mir bereits die Anrede schwer. Nachdem ich mich bereits seit rund 25 Jahren über Sie ärgere, ist das vielleicht die Gelegenheit, in diesem nie geschriebenen Brief meinen Ärger endgültig loszuwerden?
Mein Ärger stammt aus ganz vielen diskriminierenden Bemerkungen gegenüber Schülerinnen und Schülern, die Sie vielleicht schon vergessen haben, oder gar nicht wahrgenommen haben? Ein Beispiel gefällig? „Frauen können nicht logisch denken.“ – Meine Frage, wie ich dann den Philosophietest als Frau überhaupt schaffen kann, war dann zu logisch, um wahrgenommen zu werden….
Gegipfelt hat das Ganze dann in meiner Maturanote. Obwohl ich in Deutsch eine Eins bei der schriftlichen Maturaarbeit hatte, ging sich ihrer Meinung nach nur eine Zwei insgesamt aus, da ich im Vorfeld nicht gut genug war?! Schade finde ich im Nachhinein, dass ich nicht dagegen berufen habe, aber ich fand es zu lächerlich, wegen einer Note so einen Aufwand zu betreiben. Und so ärgere ich mich immer noch über Sie. Aber vielleicht kann ich das jetzt mit diesem Brief abschließen?!
Gar nicht hochachtungsvoll
(Isolde, 40 Jahre aus Tirol)

Adventmails 2006/16 (Listen aller Art)

Hitliste der 5 besten Torten und Kuchen für alle Gelegenheiten:

Es folgen Zutaten und Zubereitung für…

Becherkuchen„, der schnelle Kuchen für zwischendurch
Sachertorte„, der Klassiker,
Gerührte Linzertorte„, sehr saftige Torte, die sich gut hält
Mascarponetorte“, sieht super aus und schmeckt auch so
Mosttorte“, meine Lieblingstorte, v.a. im Herbst, wenn die Apfelernte losgeht

Isolde, 38, Biologin, Gleichbehandlungsbeauftragte in Tirol

Adventmail 2004/04 (Glücksmomente)

Der Hohe Riffler
Für mich als Tirolerin haben Berge naturgemäß eine besondere
Bedeutung. Der prägendste Berg war und ist für mich der Hohe Riffler.
Der höchste Berg der Verwallgruppe zwischen Stanzertal und Paznauntal
hat mich während meiner ganzen Kindheit und Jugend begleitet. Von
dem Schreibtisch in meinem Zimmer im Elternhaus sah ich direkt auf den
Riffler mit seinem weißen Gletscher.
Und auch in unserer jetzigen Wohnung haben wir ein Fenster extra so
geplant, dass wir gerade noch einen Blick auf den Riffler erhaschen.
Trotzdem hat es 33 Jahre gedauert, bis ich es geschafft habe, diesen
Berg zu besteigen.
Ein paar Jahre vorher hatten wir schon den halben Weg zurückgelegt und
mussten dann aber im dichten Schneetreiben umkehren. Ende August 2001
war es dann aber so weit: Mit einer Gruppe von Arbeitskolleginnen und
-kollegen wanderten wir zunächst auf die Edmund Graf Hütte. Nach einem
gemütlichen Hüttenabend stiegen wir am nächsten Tag bei wunderschönem Wetter auf den Gipfel. Das Panorama war überwältigend, die Sicht klar bis weit über Landeck
hinaus.
Jedes Mal, wenn ich jetzt zum Riffler hinaufschaue, freue ich mich
darüber, dass auch ich einmal dort oben war.
Isolde, 36 Jahre, Biologin