4. Dezember – 21
Kann man beweisen, dass es eine Seele gibt? Ja, meinte der US-amerikanische Arzt Duncan MacDougall. Er wog im frühen 20. Jahrhundert sechs sterbende Patienten – als Versuch einer „Psychostasie“ (so heißt das schon in Altägypten gebräuchliche Wiegen des Herzens eines Toten; das ermittelte Gewicht stand stellvertretend für den Wert der Seele). MacDougall baute eine Präzisionswaage – ein an einem Gestell aufgehängtes Bett, dessen Gewicht samt Inhalt sich genau bestimmen ließ. Die Gewichtsdifferenz zwischen lebendigen und toten Patienten betrug 21 Gramm: das vermeintliche Gewicht der Seele. 15 (vergiftete) Hunde dagegen verendeten auf der Waage ohne den geringsten Gewichtsverlust – der „Beweis“, dass Tiere eben keine Seele haben.
1907 erschienen Berichte über diese Untersuchungen in der „New York Times“ sowie in der medizinischen Zeitschrift „American Medicine“. Auf MacDougalls Experimente und deren Ergebnisse bezog sich der 2003 vom mexikanischen Regisseur Alejandro Gonzalez Inarritu (der 2006 mit „Babel“ für Furore sorgte) gedrehte Film „21 Gramm“.
Zu anderen Ergebnissen kamen übrigens in den 1920ern die niederländischen Physiker Zaalberg van Zelst und Malta. In ihren Versuchen in Den Haag wogen sie Sterbende ermittelten dabei im Moment des klinischen Todes einen nicht zu erklärenden Gewichtsverlust der Personen von 69,5 Gramm. Der Beweis, dass Amerikaner weniger Seele haben?
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Adventmail 2007/03 (Countdown 24-1)
3. Dezember – 22
Heute leider eine traurige Nachricht:
Wie uns der Schweizerische Klub für Entlebucher Sennenhunde (SKES) in seiner „Ehrengalerie verdienter Zuchttiere des SKES“ mitteilt, wurde Rovina vom Zusamtal am Mittwoch, 17. Oktober 2007, allzu früh aus dem Hundeleben gerissen. Geboren war sie im April 1996 worden. Als Zuchthündin der Zuchtstätte von der Auenrüti hatte sie in vier Würfen 22 Welpen das Leben geschenkt. Damit übertrifft sie die zwei Tage später hingeschiedene Hündin Bonanza von der Vehfreud, die es in fünf Würfen für die Zuchtstätte von der Vehfreud auf insgesamt 21 Welpen brachte.
Von den 22 Nachkommen Rovinas steht der Rüde Caro von der Auenrüti noch heute in der Zucht. Und wiederum eine Tochter von Caro, nämlich die Cora vom Schärligberg sorgt nun für Leben in der Zuchtstätte „von der Auenrüti“.
Einen letzten Blick auf die teure Rovina kann die auch in Österreich beträchtlich große Trauergemeinde auf www.entlebuchersennenhunde.ch (Intro keinesfalls überspringen!) unter der Rubrik „Aktuelles“ werfen. Heiliger Strolchi, bitte für sie.
Bester Gesundheit erfreuen sich – wie zu sehen ist – Florisel vom Achhölzli, der kürzlich von der Schweiz nach Russland auswanderte, Ayuna-Luna vom Grundstiegeli, die eine Schwester des in Marrakesch wohnenden Amon-Reto ist, und gottlob auch Eleanor vom Bogenthal, die Novembergrüsse (für ÖsterreicherInnen: Novembergrüße) aus dem verschneiten Jura sendet…
Adventmail 2007/02 (Countdown 24-1)
2. Dezember – 23
Wusstest du, …
…dass der 23. Vers im 23. Kapitel des Lukas-Evangelium die Forderung nach der Kreuzigung von Jesus beinhaltet?
…dass es bei den Nürnberger Prozessen 23 angeklagte deutsche Nazis gab?
…dass der schwedische Premierminister Olof Palme exakt um 23:23 Uhr ermordet worden ist?
…dass Cäsars Ermordung das Resultat von 23 Messerstichen war?
…dass der Tag des Einsturzes des World Trade Center (11.09.2001 – 11+9+3 = 23) eng mit der 23 verbunden ist?
…dass „Number 23“, der 23. Film, bei dem Joel Schumacher Regie führte, am 23. März 2007 in die österreichischen und deutschen Kinos kam?
Die auf den ersten Blick so harmlos wirkende 23 ist seit Jahrhunderten ein Lieblingsspielplatz für Zahlenmystiker und Verschwörungstheoretiker. Die Primzahl und ihre Quersumme 5 gelten als Zahlen des Untergangs und des Bösen, als geheimes Symbol der Freimaurer oder gar der Geheimloge der Illuminaten.
Die Homepage http://die23er.de listet Kurioses und Dubioses rund um die Zahl 23 auf. Entstanden ist sie in Anlehnung an den Film „23“ des deutschen Regisseurs Hans-Christian Schmid (den ich übrigens 2006 anlässlich seines Films „Requiem“ interviewte). Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Zusammenhänge von Besuchern der Seite eingesendet und die Aufzählung somit immer länger. Mittlerweile ist die23er.de eine der umfangreichsten Sammlungen von Ereignissen und kuriosen Informationen rund um die Zahl 23 im deutschsprachigen Internet.
So, und jetzt rechne mal die Quersumme des heutigen Datums* aus…!!!
* (2.12.2007; 2+12+9=23)
Adventmail 2007/01 (Countdown 24-1)
1. Dezember 2007 – 24
„24“ ist eine sehr erfolgreiche US-amerikanische Fernsehserie, die im Umfeld eines fiktiven amerikanischen Anti-Terror-Geheimdienstes (CTU) spielt. Jede Staffel besteht aus 24 Episoden und zeigt „in Echtzeit“ einen vollständigen Tag im Leben des CTU-Agenten Jack Bauer (Kiefer Sutherland), der Terrorangriffe verhindert bzw. deren Folgen einzudämmen versucht. „War James Bond der fiktive Held des Kalten Kriegs, so ist heute Jack Bauer der fiktive Held des Kriegs gegen den Terror“, schrieb die FAZ im Februar 2005. Obwohl die Serie in den USA bereits im November 2001 startete und somit sicher eine längere Vorbereitungszeit hatte, traf sie durch die 9/11-Anschläge von 2001 den Nerv der Zeit.
Ich sah die erste Staffel ziemlich vollständig im Jahr 2003, die zweite dann nur mehr sporadisch, die drei weiteren gar nicht mehr. Die Idee hatte sich in meinen Augen abgenützt, die Dauerdramatik ermüdete. Dennoch ist „24“ ein Stück TV-Geschichte: Noch nie wurde so viel Folter gezeigt (der Parents‘ Television Council zählte 67 Folterszenen in den ersten fünf Staffeln), und die Ära Bush spiegelt sich in den jeweiligen US-Präsidenten im Plot wider – der von finsteren Nebenfiguren umringte, „gute“ und schwarze Präsident Palmer der ersten Staffeln wird ermordet, sein (weißer) Nachfolger Logan erweist sich in der (mit 5 „Emmys“ meistausgezeichneten Staffel 5) selbst als verbrecherisch.
Adventmails 2007 Ankündigung
Liebe FreundInnen!
24, 23, 22, 21 … 3, 2, 1 – so läuft das heuer mit den Adventmails, die für viele von Euch schon zu einer alljährlichen Gewohnheit*) geworden sind. Konkret heißt das: Ihr bekommt auch heuer wieder 24 vorweihnachtliche Grüße von mir; Thema sind diesmal Zahlen, die mir aus verschiedenen Gründen bedeutsam wurden.
Und ich lege es als Countdown an. Morgen bekommt Ihr ein Mail zur Zahl 24, dann eins zur 23 und so fort bis zum Heiligen Abend, an dem die Eins den Abschluss bildet. Es war bei der Recherche für mich erstaunlich, wie viel Bemerkenswertes es zu Zahlen und Ziffern gibt; ich hätte drei Jahre Adventmailserien damit füllen können…
Aber lest selbst. Ab morgen, 1. Dezember. Und schreibt mir, wenn Ihr mögt, was Ihr von dem einen oder anderen haltet…
Der Advent ist mittlerweile weit davon entfernt, die „stillste Zeit des Jahres“ zu sein. Dennoch viel Muße und Vorfreude auf Weihnachten wünscht Euch
Robert