Am 1. Dezember …
… 1955 ereignete sich ein schönes Beispiel für ein kleines Ereignis mit großer Wirkung. Die „Neville Brothers“ aus New Orleans schrieben darüber für ihr großartiges Album „Yellow Moon“ (1989) einen Song, den ich immer wieder gerne höre. Er beginnt so:
„Sister Rosa Parks was tired one day after a hard day on her job.
When all she wanted was a well deserved rest, not a scene from an angry mob.
A bus driver said, „Lady, you got to get up, cuz a white person wants that seat.“
But Miss Rosa said, „No, not no more. I’m gonna sit here and rest my feet.“
Die damals 42-jährige Rosa Parks hatte also eine Menge Zivilcourage. Ihre Weigerung, im Bus einem Weißen ihren Sitzplatz zu überlassen, trug der damals in der schwarzen Bürgerrechtsbewegung aktiven Sekretärin und Schneiderin die Verhaftung und eine Geldbuße wegen Störung der öffentlichen Ordnung ein. Die „Ordnung“ in Montgomery im US-Staat Alabama sah nämlich vor, dass es in öffentlichen Bussen zwei Bereiche gab: eine für white people in den ersten vier Sitzreihen, dahinter jene für coloured people. Rosa setzte sich in den mittleren Abschnitt, den schwarze Passagiere benutzen durften; allerdings war eine komplette Reihe zu räumen, sobald auch nur ein weißer Fahrgast dort sitzen wollte. No, not no more, dachte sich Rosa Parks und regte Martin Luther King damit zum 382-tägigen Montgomery Bus Boycott an. Der wiederum wesentlich zur Aufhebung der Rassentrennung in den USA beitrug.
Den Gerechten schenkt Gott ein langes Leben. Rosa Parks starb am 24. Oktober 2005 im Alter von 92 Jahren. Der US-Senat beschloss daraufhin Rosas öffentliche Aufbahrung im Kapitol – sie war die erste Frau in den USA, welcher diese besondere Ehrung zuteil wurde.
Nochmals die Neville Brothers im Refrain: „Thank you Miss Rosa. You were the spark that startet our freedom movement. Thank you sister Rosa Parks.“
Adventmail 2009/01 (Was geschah am … Dezember?)
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