amaetfacquodvis@gmx.at an Leser@kronenzeitung.at, 15.12.08
Betreff: Brüssler Brut*)
Sehr verehrter Wolf Martin,
Sie sprechen mir mit ihren Reimen immer wieder aus der Seele. Geteert und gefedert gehörte die parasitäre Brüsseler Bonzenbrut! Oder zumindest in Grund und Boden gedichtet, so wie Sie das immer wieder tun.
Ich erlaube mir, Ihnen ein ähnlich gelagertes Gedicht wie Ihr heute in der „Krone“ veröffentlichtes zu übermitteln (obwohl mir natürlich bewusst ist, dass Sie als Verseschmied viel subtiler und eleganter vorgehen). Verwenden Sie davon, was Ihnen brauchbar erscheint, für Ihre kommenden gereimten Winde.
Ihr sehr ergebener
Robert Melchart
Börsen, Banken, Autos, Klima –
früher war noch alles prima.
Doch seit die EU bestimmt,
die Welt ein böses Ende nimmt.
Meere steigen, Kurse fallen,
Kanzler und Experten lallen.
Wirtschaft geht am Blindenstock.
Da braucht’s einen Sündenbock.
Wenn freche Asylanten stehlen
und womöglich Tiere quälen,
wenn die Bauern Genmais ernten
belächelt wird das schöne Kärnten,
Wenn auch der Zilk da nichts mehr tut,
ist schuld daran die Brüssler Brut.
Wenn Elsners schamlos Schampus schlürfen
und Kieb’rer nicht mehr hauen dürfen,
wenn Teamkicker vorm Tor versagen,
und Mädchen String statt Dirndl tragen,
tritt jemand auf die Zeh’n beim Tanz,
plagt’s Zipperlein den Onkel Hans,
trifft Ambros wieder nicht den Ton –
war sicher Schuld die Union.
Ist im Badezimmer Schimmel,
und bleibt schlapp der brave Pimmel,
geht die Lifttür vor dir zu…
Wer hat versagt? Na, die EU!
All dieses wäre nicht bekannt,
würd es von IHM nicht klar benannt:
vom Martinek! Es Gott ihm lohne.
Er deckt es auf, in unsrer „Krone“!
- Das Gedicht der Rubrik „In den Wind gereimt“, auf das ich mich bezog, erschien am 15.12.2008 auf Seite 2 in der „Kronenzeitung“:
Ja unser Geld mit vollen Händen
sieht man die Brüssler Brut verschwenden.
(Nur durch Versehen kam jüngst auf
ein schamlos-frecher Luxuskauf.
Und er ist nur des Eisbergs Spitze
am hochfeudalen Bonzensitze.)
Dreht endlich doch den Geldhahn zu
den Parasiten der EU!