Am 6. Dezember …
… soll Meredith Hunters gedacht werden, der 1969 an diesem Tag beim Besuch des Altamont Rock Festivals direkt vor der Bühne erstochen wurde, wo die Rolling Stones gerade „Under My Thumb“ spielten. Meredith war 18, und mit ihm starb – so hieß es später – die Unschuld der Hippie-Ära, die nur ein halbes Jahr vorher, im „Summer of love“, in Bethel/NY, dem Schauplatz von „Woodstock“, ihren Höhepunkt erlebt hatte.
Oscar-Regisseur Ang Lee bezieht sich in der Schluss-Szene seines Films „Taking Woodstock“ genau darauf: Organisator Michael Lang kündigt am Ende des Festivals, das trotz chaotischer Zustände in friedlichem Drogenrausch und freier Liebe abgelaufen war, ein nächstes Projekt mit den Stones in Kalifornien an, bevor er über die müllbedeckten Hügel von Woodstock davonreitet.
In Altamont ist dann von Idylle keine Spur mehr: Meredith Hunter wurde vor den Augen Mick Jaggers von einem Mitglied der als Ordner engagierten Hells Angels mit fünf Messerstichen und Tritten verletzt. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Jagger rief nach einem Arzt, dann setzten die Stones das Konzert fort.
Zuvor hatte Hunter unter Drogeneinfluss und frustriert vom vergeblichen Versuch, die Bühne zu erklimmen, eine Schusswaffe gezogen. Das Gericht sprach den Hells Angel frei, seine Tat wurde als Notwehr gewertet. Gefilmt wurde das von Kamerateams für den Dokumentarfilm „Gimme Shelter“.