Adventmail 2023/19 (Tiere)

Nur sein „Spatzi“ machte dem Hochbetagten Probleme. Alle seine anderen Frauen, die Richard Lugner mit Tiernamen bedachte, seien nach wie vor freundschaftlich mit ihm verbunden, sagte der seit heuer 90-Jährige über seine zahlreichen Liebschaften. Die erste hieß „Mausi“; die Ehe wurde nach 16 Jahren geschieden. Was blieb, war Lugners Vorliebe, seinen Partnerinnen Kosenamen aus dem Tierreich zu geben. Es folgten „Hasi“ und „Käfer“, „Bambi“, „Katzi“ sowie „Kolibri“. „Spatzi“ machte Lugner 2014 zu seiner fünften Ehefrau, die Ehe hielt nur zwei Jahre. „Da ist alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann“, zitierte der Hamburger „Stern“ den Dauergast in deutschsprachigen Klatschspalten und Adabei-Sendungen.
Tiernamen in Liebesbeziehungen und vor allem für Frauen sind keine Seltenheit. Ober-Macho Hugh Hefner nannte seine „Playboy“-Gespielinnen „Kaninchen“, die gerade mal 1,47m große Edith Piaf galt als der „Spatz von Paris“, Ambros besang neben der „Blume aus dem Gemeindebau“ auch eine wenig aussichtsreiche Liebe: „Du bist a leiwaunda Hos, oba mit uns zwaa is‘ hoffnungslos.“
Ich mochte es nie besonders, wenn mich meine Angetraute „Hase“ nannte, muss aber zugeben, dass ich sie selbst manchmal augenzwinkernd „Mäuschen“ oder „Gazellchen“ tituliere. Die „Wirtschaftswoche“ listete vor einigen Jahren die beliebtesten Kosenamen der Deutschen auf. „Baby“ und „Süße/r“ verwiesen dabei „Bär(chen)“, „Maus/i“ und „Hase“ auf die Plätze.
Wem das zu wenig einfallsreich ist: HIER finden sich 140 Vorschläge, wie die/der Liebste benamst werden könnte. Neben Klassikern wie „Liebling“, „Ein und Alles“, „Engel(chen)“ und „Schnucki(putz)“ sind da auch „Fischli“, „Hummelchen“, „Kröte“ oder „Euli“ zu lesen. Oder wie wär’s mit „Spechtler“, „Walrösschen“, „Göserl“ oder „Aali“? Einer liebenden Phantasie sind keine Grenzen gesetzt…

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