(erschienen in der Faschingsausgabe 1984 der Theologiestudentenzeitung „Theol [diesmal „Scheol“] aktuell“)
A: Sagt Abraham zu seiner Sara:
Mit Kompass seh’ ich vieles klarer.
B: Gar schmerzhaft drückt die Bundeslade
Beim langen Wandern in die Wade.
C: Christus sucht am See umher.
Doch Zypern liegt im Mittelmeer.
D: Schon bei der kleinsten Leibesregung
erbittet David jetzt Vergebung,
nachdem man ihn dabei erhaschte,
wie er Urijas Frau vernaschte.
E: Der Esau aß so gerne Linsen,
drum ging die Erbschaft in die Binsen.
F: Die Firmung ist ein Sakrament,
das man am Backenstreich erkennt.
G: Maria, du ein Kind erwart’st,
spricht Gabriel, der Frauenarzt.
H: Herodes sieht Salome tanzen.
Sie brüstet sich, ihn tut es schwanzen.
I: Gar bös‘ auf Vatern ist der Isaak,
da ihn der Alte oft gepiesackt.
J: Als Jesus nach Judäa kam,
da wurden Blinde taub und lahm
K: Da Gott bevorzugt hat den Abel,
haut Kain dem Bruder auf den Nabel.
L: Als Luzifer beim Pokerspiel
Bestürzt aus allen Wolken fiel,
war’s deshalb, weil Gott den bestraft,
der ihn beim Kartenspielen blufft.
M: Die Mirjam singt und tanzt den Reigen,
doch Paulus ruft. „Die Frau soll schweigen!“
N: Die Nächstenlieb‘ ist Christenpflicht.
Bei feschen Madln stört’s mich nicht.
O: Maria, Josef, Esel, Ochs,
singen fröhlich „Sancta Nox“.
(Nur Jesus, der noch winzig klein,
ist still. Er kann noch kein Latein.)
P: Als er mit dem Latein am Ende,
wusch Pontius sich schnell die Hände.
Q: Im Exodus steht was von Quasten
Und sonst nur Fasten, Fasten, Fasten.
R: Die fromme Rut aus Moabit
Hat immer ihr Gebetbuch mit.
S: Selbst Salomo, der sonst so weise,
singt „La Paloma“ viel zu leise.
T: Es war schon fast ein frommer Ritus,
dass Paul zu Ostern schrieb an Titus.
U: Unfehlbar sein ist nicht so leicht.
Der Papst hat’s noch nicht ganz erreicht.
V: So hört und staunt: In der Vulgata
Sagt man zum Chef noch „noster pater“.
W: Wenn Schweiß aus Achselhöhlen faktisch,
ist Weihrauch erst so richtig praktisch.
X: Der König Xerxes war zwar tüchtig,
doch für uns Christen nicht so wichtig.
Y: Auch Yggdrasil, der Eschenbaum,
betrifft uns Christen wirklich kaum.
Z: Kaum war Zacharias blind,
bekam Elisabeth ein Kind