50 Wiener Bäume, Buchpräsentation mit Sharing Dinner, magdas Wien, 14.10.2025

Nicht nur wer „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“ von Robert Stolz kennt, assoziiert die Hauptallee mit den weißen und rosa Blüten der dort aufgereihten Rosskastanien. Nur leider, wenn man dem Topfachmann für Wiener Baumkultur, Thomas Roth, glauben kann, hat dieser frühlingshaft erfreuliche Anblick ein Ablaufdatum. Denn die Rosskastanie ist einer jener Bäume, die dem Klimawandel besonders schlecht gewappnet sind.

Unter den 49 weiteren, die der in den Bereichen Gehölzkunde, Baumschulwesen, Garten- und Landschaftsgestaltung lehrend tätige Boku-Absolvent in seinem neuen Buch auflistet, sind aber auch andere, die Hitze, Salz und Wassermangel in der Millionenstadt deutlich besser vertragen. Und Roth kann darüber unterhaltsam schreiben, was ich aufgrund des Buchtitels „50 Wiener Bäume“ nicht von vornherein erwartet hätte.

Vorgestellt hat Roth sein im Falter-Verlag erschienenes Buch am 14.10. im Gespräch mit Naturressort-Leiterin Katharina Kropshofer, hingelockt hatte mich und Claudia vor allem das magdas-Hotel als Veranstaltungsort und das dort gebotene Abendessen. Rund um die an langen Tischen platzierten 80 (?) Gäste hatte Roth Zweige und (tlw.) essbare Früchte seiner ausgewählten Bäume angeordnet. Darunter solche, von denen ich noch nie etwas gehört hatte – wie Taschentuchbaum, Gummiulme, Milchorange oder Schlafbaum, aber auch Platane, Gingko und die bedrohte Kastanie. Zu den problematischsten invasiven Arten in Europa zählt der Götterbaum, einer Pflanzen-Hydra, die umso üppiger nachwächst, je mehr man sie beschneidet.

Dazu gab’s rund 45 min Info, danach feines Essen – ein „Sharing Dinner“ – und nette Gespräche mit uns davor unbekannten Frauen und Gastgeberin Gabriela Sonnleitner; magdas, wir kommen wieder!

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