Mit kulinarischen Appetizern und Beratungsangeboten bemüht sich die katholische Kirche in Stadterweiterungsgebieten in Wien wie der Seestadt Aspern, aber auch in Linz und Graz um Präsenz. Gemeinschaftsbildung im neuen urbanen Umfeld erfordert viel Kreativität, erst recht mit begrenzten Ressourcen.
Beim Essen kommen die Leut‘ z’samm – das wusste schon Jesus, der sich zum Ärger der Pharisärer mit Geldeintreibern und Sündern an einen Tisch setzte. Heute hält sich die Kirche in den Stadterweiterungsgebieten von Wien, Graz und Linz an diese goldene Regel der Gemeinschaftsbildung. In neuen Großstadtteilen wie der Seestadt Aspern, dem Wiener Nordbahnviertel, in Graz-Reininghaus oder der Linzer SolarCity nutzt die Kirche „Spaghetti-Messen“, offenes Frühstück, Mitbringbuffets, aber auch Dienstleitung durch Beratung als Einfallstore, um Menschen untereinander und womöglich auch mit Gott in Kontakt zu bringen.
Die genannten Stadtgebiete sind so etwas wie Testfälle moderner, nachhaltiger Urbanität. Mit hohen Wohn- und Bürobauten, künstlichen Wasser- und Grünflächen, stadtplanerischer Achtsamkeit für Mobilität mit Öffis und Fahrrad, mit Spielflächen für Kinder und Barrierefreiheit. Aber ist in so einem Umfeld Platz für Kirche, gemeint sowohl als Standort wie auch als Gemeinschaft? … (mehr in FURCHE 24, 12. Juni 2025)