Adventmail 2004/01 (Glücksmomente)

Liebe FreundInnen,
das ist das erste in einer Reihe von 24 Mails für meinen dritten elektronischen Adventkalender. Bisher haben 18 Leute auf meine Bitte reagiert, als Beitrag dafür Glücksmomente schriftlich festzuhalten. Und manche haben noch Bereitschaft signalisiert, sich der Mühe des Formulierens zu unterziehen. Vielleicht fühlen sie sich ja motiviert durch die täglichen Zusendungen, dafür zu sorgen, dass die Serie nicht vor dem Heiligen Abend abreißt und ich improvisieren muss… Für die nächsten zweieinhalb Wochen hab ich jedenfalls viel schönen Lesestoff. DANKE allen dafür.
Und hier das erste Adventmail (übrigens das erste von allen, das ich bekommen hab), alle weiteren unkommentiert:

Es gibt Glücksmomente in meinem Leben, die lassen sich zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter wiederholen, und das geht so:
Ich komme vom Michaelerplatz, durchquere den Inneren Burghof und trete auf den Heldenplatz hinaus. Nach einigen Schritten bleibe ich stehen und schaue mich um, und Begeisterung erfüllt mich angesichts der Fülle an Schönheit. Ich sehe – im Sonnenglanz oder von Regenwolken verhangen – die Hofburg, die beiden Museen, das Parlament, das Rathaus, das Burgtheater, die Minoritenkirche, dazu noch die Reiterstandbilder, blühende oder auch schneebedeckte Sträucher, alte Bäume, Rasenflächen, Menschen.
Andere Leute mögen darüber lächeln, aber bei mir stellt sich da jedes Mal wieder dieses Glücksgefühl ein: Hier, wo ich zur Welt gekommen bin, hier darf ich leben, hier in Wien!

Christa, 72, Pensionistin (Übersetzerin)

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