Ein Großteil der Gestirne entstand im Frühstadium des Universums vor mehr als zehn Milliarden Jahren. Aber auch heute noch werden Sterne „geboren“. Darüber möchte ich heute schreiben, weil mich Astronomie schon als Teenager faszinierte und ein klarer Sternenhimmel auch manchen Agnostiker demütig werden lässt. Als ich übrigens heuer im Oktober beim Trekking im Hohen Atlas nachts manchmal mein Zelt verlassen musste, sah ich den bisher wunderbarsten Nachthimmel meines Lebens.
Die Sternentstehung folgen einem bestimmten Schema: Riesige Gasnebel ziehen sich durch ihre eigene Gravitation zusammen und fangen an, sich zu drehen. Sie verdichten sich über Jahrmillionen bis zu einer Kugel – dem Protostern. Dieser wächst stetig, irgendwann hat er so viel Masse angesammelt, dass aufgrund des zunehmenden Drucks und der hohen Temperatur in seinem Inneren (10 Millionen Grad!) Wasserstoff zu Helium fusioniert wird. Langsam fällt der Rest an Staub und Gasen auf den Stern und die Geburtshülle wird durchsichtig.
Je nach der Menge an Materie, die einem Protostern zur Verfügung steht, entwickelt er sich weiter. Bei wenig Materie entsteht ein massearmer Stern wie zum Beispiel ein roter Zwerg. Bei mittlerer Masse entsteht ein Stern wie unsere Sonne, bei viel Masse entstehen blaue Riesen. Die kleinen Sterne haben eine höhere Lebenserwartung, weil sie ihren Wasserstoff wegen geringerer Temperaturen viel langsamer verbrennen. Blaue Riesen bestehen gerade mal ein bis zwei Millionen Jahre – eine für Sterne extrem kurze Zeit.
Unsere Sonne ist ein 4,6 Milliarden Jahre alter gelber Zwerg, der mindestens so lange in ähnlicher Form weiterbesteht. Wenn danach die Ausdehnung zu einem heißen Roten Riesen erfolgt, wird es auf der Erde richtig ungemütlich, und wir sollten uns in der Galaxie nach Alternativen umsehen.