Was ist eine „immersive“ Ausstellung? Nun, eine, die statt auf Exponate in Schaukästen mit kleingedruckten Erläuterungstexten auf Äktschn für die Besuchenden setzt. Bewegte Bilder statt Schrift, Unterhaltung statt Wissen, Mitmach-Turnübungen statt gedämpfter Schritte durch heilige Hallen – all das ein Trend, dem sich schon die Marxhalle mit Ausstellungen zu Monet, Van Gogh und zuletzt Pompeji erfolgreich verschrieben hat.
Ich war am ersten Tag der in Kooperation mit der ORF-Universum-Reihe erarbeiteten Schau vor Ort, als manche technischen Spielereien noch nicht so recht funktionierten. Dennoch gab’s Späße wie Gleichgewichthalten mit Pinguinen auf einer „Eisscholle“, eine Tiefseefahrt mit einer 3D-Brille oder eine wilde Fahrt auf dem Jeep durch eine tierreiche Landschaft, bei dem ich auf einer sich bewegenden Plattform stand… Eh nett, aber eher etwas, zu dem ich meine 12-, 10- und 8-jährigen Enkel hätte mitnehmen sollen.
