Anschließend an gestern: Wer auch lange kinderlos blieb, waren die Eltern von Johannes dem Täufer, Elisabeth und Zacharias. Der Evangelist Lukas gibt den Geschehnissen vor und nach der Geburt des Johannes breiten Raum und setzt sie mit jenen rund um die Geburt Jesu parallel.
Dem armen Zacharias, einem Priester übrigens, erging es schlecht, als er auf die Geburtsankündigung des Engels skeptisch reagierte: „Woran soll ich erkennen, dass das wahr ist? Ich bin ein alter Mann und auch meine Frau ist in vorgerücktem Alter.“ Für diesen „Unglauben“ wurde Zacharias mit Stummheit geschlagen, die bis zur Beschneidung seines Sohnemanns andauerte.
Als sich die beiden Schwangeren Elisabeth und Maria trafen, „hüpfte“ der ungeborene Johannes im Leib seiner Mutter vor Freude – ein hübsches Bild. Noch sympathischer finde ich das, was Maria daraufhin zu ihrer entfernten Verwandten über Gott und sein Wirken sagt: „… er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen…“ An dieses revolutionäre „Magnifikat“-Gebet denke ich, wenn mir Marienfrömmigkeit – wie heuer beim Besuch im portugiesischen Fatima – zu picksüß wird.