Klatsch und Promi-News aller Art interessieren mich nicht, bedaure. Mir ist schnurz, was sich Hollywood-Starletts in die Nase ziehen, wie viele Aufgüsse schwedische Könige sich wo und in welcher Gesellschaft gönnen und welche Lidschatten-Tipps Frau Merkels Äußerem zum Vorteil gereichen könnten.
Manchmal stolpere ich aber doch über was, das das gelangweilte Kopfschütteln zu einem „Das darf doch nicht wahr sein!“ steigert. Vor einiger Zeit fügte ich der Sammlung journalistischer Kuriositäten auf meinen Toilettefliesen einen Zeitungsausschnitt mit Foto hinzu: Dieter Bohlen räkelt sich da in der Sonne neben einer viel zu jungen Streckbett-Genossin. Und der Bildtext darunter teilte mit, dass Bohlens Neue „Fatma“ heißt, „doch der Name der Berlinerin gefiel ihm nicht, deshalb nennt er sie Karina“ (eine Variante von Katharina). Und dann heißt es noch: „Er (Bohlen) bot ihr bereits eine Brustvergrößerungs-OP an.“
Ich war baff angesichts von so viel unverblümtem Machismo. Ob Fatma manchmal den Impuls verspürt, ihrem Dieterle zu sagen, „du, Bohlen gefällt mir nicht mehr, ich nenne dich ab jetzt ‚Öztürk'“. Vielleicht sollte ihr jemand mit vielsagender Miene mitteilen, dass ihr eigentlicher Name arabischer Herkunft ist und „Die, die sich entwöhnt“ bedeutet…