Adventmails 2014/22 (Sterne)

Eine Vater-Tochter-Geschichte vor dem Hintergrund zunehmend unwirtlicher Lebensbedingungen auf der Erde: Sandstürme fegen über die Ackerböden, die schon dezimierte Menschheit hat alle Hände voll zu tun, überhaupt etwas Essbares zu produzieren, „Luxus“ wie Raumfahrt gibt es nur noch im Verborgenen. Der verwitwete frühere Astronaut Cooper betreibt mit jugendlichem Sohn und 10-jähriger Tochter Murphy lustlos seine Farm – sein Herz gehört dem All.
Und es ergibt sich, dass er wieder Gelegenheit zum Losfliegen bekommt – und das gleich mit dem Auftrag, auf einer Reise durch ein Wurmloch nahe dem Saturn in eine andere Galaxie neuen Lebensraum für die Menschheit ausfindig zu machen…
Wie es weitergeht, und welch wichtige Rolle seine Tochter dabei spielt, verrate ich hier nicht. Ich sah den Film „Interstellar“ (Christopher Nolan, USA/GB 2014) am Samstag mit meinem Jüngsten, Fabian, und der dreistündige Science-Fiction-Streifen wurde uns nicht lang. Der Plot war anspruchsvoll und spannend, intellektuell anregend (Quantengravitation, Swing-by-Manöver, Gezeitenkraft…) und emotional bewegend (der von Erdenjahren unberührte Cooper trifft am Ende seine gealterte Tochter), und durch modernste Computerbearbeitung (Stürme, Flutwellen, Schwerelosigkeit) auch ästhetisch ergiebig. Wissenschaftlicher Berater bei dem Filmprojekt war der theoretische Physiker Kip Thorne, der die Möglichkeit von Zeitreisen mithilfe von Wurmlöchern erforscht.
Nolans Film erinnert an Stanley Kubricks „2001 – A Space Odyssee“ aus dem Jahr 1968, der stilbildend für alle weiteren Weltraumfilme war und ist. Ich sah dieses Meisterwerk in den 1970ern und war hingerissen wie von fast allen Filmen von Kubrick. Nicht umsonst ist „2001 – A Space Odyssee“ in diversen Rankings von Space Movies fast immer ganz vorne. „Interstellar“ käme gerade noch in meine Top-Five, neben „Alien“, „Mars attacks!“, „Avatar“ und „Wall E“ (für die Star-Wars- und auch die Star-Trek-Serie konnte ich mich nie so recht begeistern; „Solaris“ und „Gravity“ hab ich nicht gesehen). Für Genrefreunde: http://weltraumfilme.de/

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