Adventmails 2014/02 (Sterne)

Ich habe wenig Sinn für Schmuck, ich gestehe es. Ringe, Ketten, Armreifen, Broschen, Krawattennadeln – all das lässt mich kalt bzw. nicht vor Schaufenstern Halt machen. Doch hübsch finde ich den alljährlich von Swarovski herausgegebenen Kristallstern, der heuer irgendwie an ein Eichenblatt erinnert. 2013 war er achtzackig und zeigte in der Mitte eine kleine Sternvariante als Freiraum, 2012 sah er aus wie eine Winterolympiamedaille, 2011 bildeten zwei übereinander gelegte Hexagramme einen Zwölfzack. Und so weiter bis zurück zum Beginn 1991. Es gibt Sammler, die gieren nach der alljährlichen Ergänzung ihrer Bestände.
Seit Jahren krönt jedes Jahr ein „Swarovski Star“ auch den berühmten Christbaum am New Yorker Rockefeller Center. Auf www.luxurydaily.com ist zu erfahren, dass der wohl wichtigste Werbeträger des Tiroler Paradeunternehmens am 3. Dezember, also morgen, illuminiert wird: „The star was lifted to the top of the tree, but will not be lit until the ceremony to celebrate the 82nd Rockefeller Center Tree Lighting on Dec. 3.”
Sympathisch beyond of daily luxury ist die Tradition der „Herrnhuter Sterne“. Wikipedia nennt sie „mathematische Sternkörper, die aus einem Rhombenkuboktaeder als Grundkörper mit aufgesetzten Pyramiden bestehen“ – wovon ich verstehe, dass sie … ähm, also recht hübsch und mit vielen Spitzen ringsum versehen sind.
Zahlreiche Spitzen hat auch die Berlinerin und Wahlwienerin Maria Stern in ihr Swarovski-Lied eingebaut, mit dem sie beim FM4-Protestsongcontest 2010 reüssierte. Warum die darin besungene Fiona Swarovski-Grasser angeblich mit einer Klage drohte, wird hier nachvollziehbar.

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