Einer gegen alle, alle gegen einen – der auf der Flucht ist. Das ist das Spielprinzip von „Scotland Yard“, dem Spiel des Jahres 1983, in dem sich ein „Mr. X“ durch gewiefte Taktik dem Zugriff der Häscher zu entziehen sucht. Mit U-Bahn, Bussen und Taxis macht er auf dem Stadtplan der Londoner City verdeckte Züge und muss nur zwischendurch immer wieder mal seinen Standort verraten, um seinen Verfolgern die Gelegenheit zu besserer Koordination zu geben. Schaffen es diese bis zum 24. Zug, Mr. X zu erwischen oder ihm jeden Ausweg abzusperren, haben sie gewonnen; wenn nicht, gibt es nur einen Sieger.
Im Hause Mitscha-Eibl wurde immer viel gemeinsam gespielt – Brettspiele wie „Die Siedler von Catan“, „Cluedo“, Heimlich & Co.“, „Bluff“ oder eben „Scotland Yard“, in den letzten Jahren mit den ebenfalls spielbegeisterten Krömers auch „7 Wonders“, „Pandemie“ sowie Kartenspiele wie „Hearts“, „Hose runter!“ oder „Tichu“ (der gegenwärtige Favorit!). Früher war ich auch mehrmals Gast beim Spielefest im Wiener Austria Center, bevor mir der Massenandrang zuviel wurde. Jedenfalls schätze ich es, dass sich auch in meiner autofreien Siedlung in Floridsdorf regelmäßig eine kleine Runde zum Was-auch-immer-Spielen zusammenfindet.
Gemeinsam zu spielen unterhält, fördert Fairness, Solidarität und Intelligenz und ist eine Form von Eskapismus, die ich jeder/m nur empfehlen kann. Unterm Christbaum werden wohl auch wieder ein, zwei neue Spiele liegen. Wer von Euch ist auch gerne Brett- oder KartenspielerIn und möchte mal auf eine Partie vorbeikommen?