Adventmails 2015/10 (Flucht)

Kurz vor Weihnachten soll es nochmals in Erinnerung gerufen sein: Ich mag Geschenke. Solche, die ich bekomme, und solche, die ich selber mache. Letztere sind oft Produkte steter und doch unangestrengter Aufmerksamkeit, was dieser oder jener Person wohl gefallen könnte, und oft hab ich schon einen Fundus und bin froh über Anlässe, um Erworbenes wieder loszuwerden.
Manche meiner Nachkommen – ich will jetzt keine Namen nennen – sind in Bezug auf Geschenkemachen deutlich weniger … wie soll ich’s sagen … fokussiert. Die mehr oder minder liebevoll gestalteten Gutscheine für die Eltern zu Festtagen sind Legion. Manches davon, z.B. eine noch nicht konkretisierte gemeinsame Billard-Unternehmung, geriet (fast) schon in Vergessenheit.
Ende November jedoch, immerhin schon zwei Monate nach meinem Geburtstag, hieß es: „Room Escape“! Das ist ein Spiel, bei dem sich eine Gruppe von bis zu vier Personen durch Benutzung ihrer grauen Zellen aus einer ebensolchen befreien muss und dafür exakt 60 Minuten Zeit hat. Gregor und ich saßen in vier m2 in einem Eventkeller im 9. Wiener Bezirk, Moritz und Fabian in der gegenüberliegenden Zelle, und wir mussten in Sträflingskleidung versteckte Hinweise finden und Logikaufgaben lösen, um erst aus den Zellen und dann aus dem davorliegenden Room zu escapen. Es war sauschwer, und wir waren so knapp an der Lösung dran, dass uns der Veranstalter nach Ablauf der Stunde noch den letzten Code in eine Safe-Tastatur eingeben ließ.
Derlei kooperative Spiele boomen derzeit (OpenTheDoor, Exitthink, Smart Rooms), „Room escape“ hat Spaß gemacht. Wie überhaupt gemeinsame Unternehmungen ein Hit in etwaigen Söhnegeschenken an ihren Vater sind. Wie ich – kurz vor Weihnachten – nur mal anmerken wollte…
PS: „Room escape“ hat eine Facebook-Seite, und beim Eintrag am 25. November ist jenes Foto zu sehen, das besagter Veranstalter von uns im Gefängnis geschossen hat. Voilà:

Knapp gescheitert beim Versuch, die „Room Escape“-Challenge zu bewältigen

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