Adventmails 2016/01 (Familie)

Der unmittelbare Anstoß zur diesjährigen Adventmail-Serie erfolgte durch ein Familientreffen der „Eiblischen“.
Meine 1989 verstorbenen Großeltern Johann (Jgg. 1909) und Theresia Eibl (Jgg. 1911) wurden zwischen 1932 und 1944 neunmal Eltern – von Maria, Theresia, Helene, Alfred, Franziska (meiner Mutter), Hildegard, Hans, Ingrid und Edeltraud. Diese neun Kinder waren wiederum fruchtbar und mehrten sich – wenn auch zeitgeistbedingt nicht mehr so exzessiv. 21 Enkel bilden die nächste Generation; einige von ihnen – z.B. ich – sind inzwischen selber wieder Großeltern.
Interessant übrigens, dass sich die weibliche Überzahl in meiner Eltern/Tanten/Onkel-Generation wieder ausgeglichen hat: Meine CousInen und ich sind geschlechtsmäßig ausgewogen, bei unseren Kind(eskind)ern gibt es einen männlichen Überhang. Unterm Strich: halb Frauen, halb Männer.
Aber das nur nebenbei.
99 Personen wurden eingeladen, als es nach dem Muster der regelmäßigen Treffen der Geschwister Maria bis Edeltraud (die allesamt noch leben!) heuer im September ein generationenübergreifendes Meeting geben sollte. Und 99 waren auf dem überdimensionalen Stammbaum verzeichnet, den die Gastgeberin, meine Cousine Iris, an einer Wand angebracht hatte. Zwei Drittel davon, 65, folgten der Einladung, viele davon lernten sich überhaupt erst kennen bzw. sahen sich nach vielen Jahren wieder.
Was auch an der großen geografischen Breite der Eiblischen liegt. Sie sind verstreut im gesamten deutschsprachigen Raum – von Hamburg und Bonn im Norden über Aarau und Baden bei Zürich im Westen bis Graz im Süden und Floridsdorf im Osten. Ach ja, ein Großcousin von mir lebt mit Family seit kurzem in London, weshalb er seine ursprüngliche Zusage zum Familientreffen wieder zurücknehmen musste.
Diese Einbindung in eine so große Sippschaft (auch mein Vater, von dem ich getrennt aufwuchs, hat drei Geschwister und einige Nichten/Neffen, drei Kinder sowie sieben Enkel) spüre ich im Alltag wenig, mit meinen nicht gerade ums Eck wohnenden Eltern und Geschwistern telefoniere ich selten – obwohl ich sie alle sehr lieb hab. Aber zugleich fühle ich mich irgendwie familiär gut aufgehoben, wissend um Hilfsbereitschaft im Krisenfall, wohlig eingebunden in einen Strom des Lebens und seiner Weitergabe, der das Dasein (neben vielem anderen) bereichert.

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