alle Lust will Ewigkeit,
will tiefe, tiefe Ewigkeit
(Friedrich Nietzsche)
auch ich friedrich
spür diese klaffende sehnsucht
nach ewiger
ich nenn’s Geborgenheit
auch ich friedrich
wollte augenblicke
am liebsten lossprengen von ihrer
verkettung mit dem zeitablauf
auch ich friedrich
ließe mich liebendgern
in die zusammenhanglosigkeit fallen
hoffend
in jemandes umarmung zu landen
Von Nietzsche las ich kaum etwas, eher noch über ihn – z.B. das großartige Buch des US-Psychiaters Irvin Yalom „Und Nietzsche weinte“. Ich wusste somit auch nicht genau, was der deutsche Philosoph mit dem oben genannten Zitat aus „Also sprach Zarathustra“ meinte. Aber es hat mich zu diesem Gedicht inspiriert, das letztlich nichts anderes sagt als: Allein und zeitlich begrenzt kann ich/man nie vollkommen glücklich sein.