Meine Familie ist unstet. Meine Großeltern übersiedelten mit ihren zuletzt neun Kindern in immer größere Wohnungen in Leoben, Bruck/Mur, Gleisdorf, die heute zwischen Ende 70 und Anfang 90 Jahre alten „Kinder“ leb(t)en verstreut in der Stmk, in OÖ, NÖ, Tirol, Deutschland und der Schweiz. Ich selbst habe mittlerweile meine 16. Wohnadresse, übertroffen noch von meinem Bruder Andreas (17); meine Schwester Martina sammelt Reiseländer wie andere Briefmarken (bisher 61).
Ich zähle nach, wie viele Länder ich bisher betrat, und komme auf 51. (Dass Reisefreudigkeit nicht einfach mit dem „Blut“ weitergegeben wird, zeigen mir meine Söhne: Sowohl Gregor, weil Vater dreier Volksschüler, und Moritz, weil noch in Ausbildung, als auch Fabian, der eher virtuell „reist“, sind unterdurchschnittlich Reisende.)
Ich habe reisemäßig noch viel vor – auch wenn ich vom Rucksacktourismus meiner Studentenzeit mittlerweile Abschied nahm. Auch für extremes Outdoor mit Zelten im Basislager des Jebel Toubkal (4167m, Marokko 2011) oder Übernachtungen in Hüttenschlafsälen wie in Neuseeland oder Réunion fühle ich mich schon zu alt. Aber Entspannung bei körperlicher Betätigung (gerne auch anstrengend) in freier Natur, Begegnung mit (fremder) Kultur, Hans-guck-in-die-Luft-Spaziergänge durch verwinkelte Altstädte, Genuss von ortsüblichem Speis und Trank – all das reizt mich nach mehrwöchiger Büro- und Stubenhockerei stets von Neuem.
Erleben möchte ich in diesem Leben noch die Tierwelt von Costa Rica, den Indian Summer Kanadas, Radeln auf den Lofoten, Küstenwandern in Cornwall… Städtetrips würden mich dzt. v.a. reizen nach Valencia, Stockholm, Neapel, Tel Aviv+Jerusalem… Radtouren die Elbe entlang bis Hamburg, eine Alpenüberquerung auf der Via Augusta, die Strecke Paris-Wien.
Und wo zieht es euch noch hin?
