Habt Ihr früher in der Schule auch “Stadt, Land…” gespielt? Kennt Ihr “Scotland Yard”? “Zug um Zug”? “Auf Achse”? “Carcassone”? Mit diesen Brettspiel-Klassikern kann man auch im Wohnzimmer auf Weltreise gehen bzw. unterwegs sein.
Bei mir zuhause wurde und wird immer viel gespielt. Aktueller Liebling auf dem Wohnzimmertisch ist “Der Kartograph”, bei dem es um Erkundungen unbekannter Regionen geht. Meine Claudia und ich haben wohl schon mehr als 100 Partien gespielt – und es nützt sich nicht ab, ist immer wieder reizvoll und spannend.
“Der Kartograph” (auch als erweiterte Variante “Die Kartographin” erhältlich) ist ein “roll & write”-Spiel, das allerdings ohne Würfel auskommt; stattdessen werden Auftragskarten gezogen, die immer wieder für Abwechslung und Unvorhersehbarkeit sorgen. Toll an diesem 2020 als bestes “Kennerspiel des Jahres” nominierten “Pegasus”-Produkt ist auch, dass man es zu zweit, zu dritt, zu viert bis hin zu beliebig vielen spielen kann.
Worum geht’s dabei?
Ein Jahr lang haben die königlichen Kartographen Zeit, um die unerschlossenen Ländereien im Norden zu erkunden. Die Königin hat dabei klare Zielvorgaben getroffen. Insgesamt vier Aufgaben gibt sie den Spielenden pro Partie mit auf den Weg – eine für jede Jahreszeit. Verlangt ist etwa, dass man nach Waldpfaden zwischen Gebirgszügen und gut bewässerten Ackerfeldern Ausschau hält oder Dörfer in bestimmten Formen anlegt. Leichter gesagt als getan, denn welche Landschaften mit Tetris-artigen Formen die Spielenden auf ihren gerasterten Karten verzeichnen dürfen, wird über zufällig gezogene Erkundungskarten bestimmt. Mit zunehmender Spieldauer drohen dabei Gefahren z.B. durch Trolle oder dadurch, dass die Aufgaben einander behindern.
Eine gute Strategie mit Weitblick und auch etwas Glück ist gefordert, wenn Ihr die Gebiete Dorf, Acker, Wald und Wasser mit entsprechenden Farbstiften auf der Landkarte eintragt. Ein nettes Weihnachtsgeschenk für alle, die gern spielen.
