Mein ältester Enkel Gabriel ist seit heute elf. Vielleicht das beste Alter, um sich alles Mögliche und Unmögliche aus dem jährlich erscheinenden Guinness-Buch der Rekorde zu merken. Gabriel ist Spezialist dafür und stand mir für dieses Mail über Rekorde aus der Tierwelt beratend zur Seite.
- Dass der Gepard das schnellste Landtier mit einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h ist, mag vielen noch geläufig sein. Aber dass es einen Fisch gibt, der diese Raubkatze noch übertrifft, verblüfft wohl nicht nur mich: Der Marlin hält mit dem Fächerfisch den Geschwindigkeitsrekord im Wasser: Beide sollen bis zu 110 km/h erreichen. Schnellstes Tier überhaupt ist ein Vogel: Auf seinen Sturzflügen erreicht der Wanderfalke eine Geschwindigkeit von mindestens 180 km/h.
- Die meisten würden wohl das größte Tier der Erde unter den Dinosauriern vermuten. Doch auch wenn wir nicht mit Sicherheit sagen können, wie groß diese urzeitlichen Giganten wirklich waren, kommt vermutlich keiner an den Blauwal heran. Mit einem Körper länger als ein Eisenbahnwagen (33 Meter) und einem Gewicht von 33 Elefanten (100-180 Tonnen) ist der Blauwal das größte und schwerste Tier, das je auf der Erde gelebt hat.
- Die Seewespe, eine vor allem im Indopazifik vorkommende Quallenart, gilt als giftigstes Tier der Welt. Mit dem Gift ihrer vielen Nesselzellen könnte sie 250 Menschen töten. Viel gefährlicher für Menschen die Stechmücke. Denn sie überträgt zahlreiche Krankheiten überträgt wie Malaria, Enzephalitis und Gelbfieber, an denen geschätzte 700 Millionen Menschen jährlich erkranken und 725.000 sterben.
- Die Stärksten im Tierreich sind Afrikanische Elefanten. Sie entwurzeln ohne größere Anstrengung Bäume, um an die frischen Blätter zu kommen. Allein der Rüssel eines Elefanten ist stark genug, um einen Baumstamm zu tragen. Verglichen mit seiner Größe ist ein anderer aber noch viel stärker: Der Stierkopf-Dungkäfer rollt zwar keine Mistkugel wie der Skarabäus, aber er kann Dinge ziehen, die mehr als 1000-mal schwerer sind als er selbst.
- In der Nähe von Brüllaffen möchte man lieber nicht leben, Das Gebrüll der Männchen, mit dem sie in Süd- und Mittelamerika Weibchen anlocken, ist noch in fünf Kilometern Entfernung zu hören und entspricht mit bis zu 100 Dezibel einem Presslufthammer aus zehn Metern Entfernung. Sogar 188 Dezibel laut, aber wegen ihrer Tiefe für menschliche Ohren kaum wahrnehmbar, sind die rhythmischen Laute der Blauwale. Ihre Rufe sind für Artgenoss:innen im Meerwasser bis zu 800 Kilometer weit zu hören.
- Das Wirbeltier mit der längsten Lebenserwartung wird erst mit 150 Jahren geschlechtsreif. Der Grönlandhai lebt im eiskalten Nordatlantik bzw. nördlichen Polarmeer, wo sich diese Fische nur langsam bewegen und auch nur langsam wachsen. Die ältesten gefundenen Tiere waren weit über fünf Meter lang und 400 Jahre alt. In der antarktischen Tiefsee entdeckten Forscher:innen einen zwei Meter hohen, vasenförmigen Riesenschwamm, den sie auf 10.000 Jahre alt schätzten.