Es löste Heiterkeit aus, als vor einigen Jahren im Radio zu hören war, dass Hans Adler von einem Streik der AUA berichtet. Der frühere Chefredakteur der ORF-Wirtschaftsredaktion ist bei weitem nicht der einzige mit diesem edlen Familiennamen, allein mit seinem Vornamen Hans listet Wikipedia weitere neun mehr oder weniger prominente Männer auf; insgesamt sind es hunderte Personen, etwa der Individualpsychologe Alfred, der Krimiautor Jussi oder der SDAP/SPÖ-Gründer Viktor.
Mein Lieblingsjournalist im ORF ist auch tierisch gut. Armin Wolf verbeißt sich in so manchen Studiogast, ohne verbissen zu wirken. Das könnten Politiker sein wie Johannes Hahn oder früher Franz Fischler, Rudolf Hundstorfer und Gesine Schwan.
Auch die Kultur ist voll von Tiernamenträger:innen. Ich nenne nur den Essayisten Anton Kuh, den Bildenden Künstler Erwin Wurm, Austropop-Sänger Ulli Baer oder die grandiose Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier. Bei den Celebrities begnüge ich mich mit Daniela Katzenberger.
Eine meiner vielen Tanten heißt Edeltraud Mücke (das gäb‘ nach Verheiratung mit Michael Stich einen schönen Doppelnamen). Apropos Sport: Als Teenager schwärmte ich für den US-Schwimmstar Mark Spitz und der Ex-ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs war mir immer sehr sympathisch.
Im Netz stieß ich auf eine imposant lange Liste mit tierischen Familiennamen. Darunter auch „gestrafte“ Personen, die „Ferkel“ (308 in den USA, 47 in Deutschland, 1 in Österreich) heißen, „Hammel“ wie die Miss Austria 2009 Anna oder „Ziege“ wie der deutsche Fußball-Europameister von 1996, Christian.
Zu dem Thema fällt mir ein Witz ein:
Ein Jude namens Adolf Sauschädl will seinen Namen ändern lassen und geht dafür zum zuständigen Amt. Der Beamte äußert Verständnis und fragt den Antragsteller, welchen neuen Familiennamen er in Zukunft tragen möchte. Dessen Antwort: „Wieso Familiennamen? Ich möchte meinen Vornamen auf Moische ändern!“