Ö1-Podcast „100 Songs – Geschichte wird gemacht“ ******

Seit ich in Pension bin, höre ich öfter als früher Podcasts. Mit großem Interesse etwa die mittlerweile auf 44 Folgen angewachsene Ö1-Reihe „100 Songs – Geschichte wird gemacht“. Stefan Niederwieser und Co-Host Robert Stadlober beleuchten dabei meist bestens, manchmal auch wenig bekannte Beispiele der populären Musik und stellen sie kulturhistorisch spannend in den Zeitkontext ihrer Entstehung. Heute erfuhr ich über „My Sweet Lord“ von George Harrison Hintergründe, die auch ich als ausgewiesener Beatles-Fan noch nicht wusste – z.B. dass dieser Mantra-Popsong, auf den ich 1970 als Elfjähriger voll abfuhr, bis heute der meistgestreamte aller „Beatles“-Songs nach deren Trennung ist, noch vor Lennons „Imagine“.
Und zwei weitere, knapp 20 Minuten lange Folgen der „100 Songs“ hörte ich mir an: Mit „Surfin‘ USA“ der Beach Boys reiste ich zurück ins unbeschwerte California der Sixties, „Oblivion“ der Techno-Feministin Grimes eröffnete mir die beachtenswerte kanadische Musikszene der Gegenwart. Schon früher staunte ich über das, was die beiden Ö-Einser über so verschiedene Lieder wie „Lili Marlen“, Shakiras „Waka Waka“ oder Moricones „The Good The Bad and The Ugly“ zu berichten wussten. Und immer lassen sie auch internationale Fachleute über die Songs zu Wort kommen.
Es ist ein bisschen wie die Pop-Version des Kult-Podcasts „Geschichten aus der Geschichte“ (GAG) der beiden Historiker Richard Hemmer und Daniel Meßner. Die halten allerdings schon bei Folge 498, und ich finde, es muss durchaus nicht bei 100 Songs bleiben…

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