
Im Osten Österreichs entwickelte sich seit den 1980ern eine touristisch hochwertige Thermenregion. Ich war schon zweimal auf Kur in Bad Gleichenberg, mit Claudia in Bad Tatzmannsdorf, Bad Blumau und Bad Loipersdorf, diesmal ging’s nach Waltersdorf zum Wilfinger. Fünf Nächte im ruhigen Biodorf mit eigenem Wellness-Bereich abseits des tendenziell Thermenbetriebs waren erholsam und anregend. Ein Apartment mit VZ, Bad, WZ und Schlafraum, niemals überfüllte Indoor- und Outdoor-Becken, Sauna, Sonnenterrasse… uns ging’s richtig gut.
Wir hatten unsere Räder mit, gleich am ersten Tag ging’s nach Hartberg und retour über die Pöllauer Gegend und Kaindorf zurück. Zwei weitere Touren unternahm ich alleine: die erste über Burgau und Blumau nach Fürstenfeld (Bild 3) mit einem Sidestep zur angeblich ältesten Eiche Europas (1000 Jahre, Bild 2) und auf anderem Weg zurück, die zweite auf dem anspruchvoll hügeligen Thermenradweg (=Eurovelo 13, Iron Curtain Trail, Bild 1), der auch E-Bike Fahrer:innen einiges abverlangt. Das Wetter war spätsommerlich warm mit ca. 25 Grad Höchstwerten, nachts kühlte es auf deutlich unter 10 Grad ab. Ideales Ausflugswetter in herrlichen Landschaften mit kulinarisch ergiebigen Buschenschanken, die einander offenbar mit der Größe der Portionen übertrumpfen wollen. Besonders schön: Der Maluhof (Ausblick von dort Bild 4), der auch mit einem wohlsortierten Hofladen punktet.






Ich kenne die Region ja bereits von meinen beiden Kuraufenthalten gut und bin einiges mit dem Fahrrad abgefahren. Jeden Freitagnachmittag gibt es in Gleichenberg den “Vulkanlandmarkt”; dass wir dort meine alten Freunde Seppl und Agnes trafen und danach noch bei ihnen Maroni vertolgten, machte den Tag so richtig perfekt.
Wir werden noch einige Zeit von diesem letzten Urlaub des Jahres zehren – auch geschmacklich, denn wir brachten viele Leckereien wie Kaffee von der Rösterei Maitz, Bioaufstriche von der Molkerei Thaller, Uhudler-Essig von Maluhof oder prämierten Baumpresse-Wein vom Wurzinger. Heute auf der Rückfahrt waren wir uns einig: gerne wieder!