„Der Salzpfad“ (Marianne Elliott, GB 2025) **

Das Beste an dieser Bestsellerverfilmung (Raynor Winn schildert darin ihre läuternde Küstenwanderung zusammen mit ihrem kranken Ehemann Moth) ist die faszinierende Natur an der englischen Südküste. Sie macht Lust auf eine ähnliche Erfahrung – und ich plane ja, im kommenden April den Camino Portugues entlang der portugiesischen Atlantikküste nach Santiago de Compostela zu gehen.
Anlass für die Tour der Winns ist deren Delogierung nach einem nicht näher erklärten geschäftlichen Fehlgriff von Moth. Für das Paar erweist sich die Wanderung als Flucht und Ausweg zugleich: Da die beiden keinerlei Aussicht auf eine neue Bleibe haben – eine Sozialwohnung würden sie erst in zwei Jahren bekommen –, machen sie sich kurzerhand auf den Weg rund um Cornwall: Dieser South West Coast Path bzw. Salzpfad löst kurz- und mittelfristig nicht das existenzielle Problem der Winns. Doch Bewegung ist besser als Stillstand und birgt zumindest die Hoffnung auf Veränderung, so die Philosophie der fast Mittellosen. Friede, Freude, Eierkuchen: Ray und Moth trotzen allen Widrigkeiten, letzterer erfährt eine deutliche Verbesserung seiner Parkinson-Erkrankung, das Pleite-Sein gerät gegenüber der auffrischenden Liebe in den Hintergrund… Das war mir dann doch zu platt, zu oberflächlich, trotz der beeindruckenden Landschaftsaufnahmen.

Ein Gedanke zu „„Der Salzpfad“ (Marianne Elliott, GB 2025) **

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert