Im Vorjahr war es noch (gemäß der Ursprungsidee) ein Familienurlaub mit Kindern, Enkeln, Neffen, Bruder, sogar Zwillingen vom Exmann der Liebsten. Heuer bleiben von der JUFA-Besetzung 2024 nur noch wir beide und Lisa/Stefan und deren mittlerweile 4 Kinder zwischen 6 Jahren und 3 Monaten übrig. Statt nach Fürstenfeld ging’s heuer zum Erlaufsee ins Mariazellerland, wo wir mit meinen 3 Enkeln bereits vor 4 Jahren (im JUFA Siegmundsberg) urlaubten.
Die JUFA-Hotels sind ja zuletzt in finanzielle Turbulenzen geraten. Ein Investor muss den Fortbestand des (zu?) rasch gewachsenen Unternehmens sichern. Und das merkt man am Personal: Chaos bei Buchungsänderungen (wegen Erkrankung der Enkel mussten Zimmer storniert werden), Chaos beim Frühstücksbuffet (fehlende Butter, Tassen), überfordertes Management (neben Administration noch Getränke ausschenken??). Hoffentlich ist all das unter neuer Führung bald im Griff, sonst: JUFA ade.



Das Haus liegt am Ortsrand von Mariazell, zum Erlaufsee sind’s zu Fuß etwa 25 Minuten, mit dem Auto gute fünf. Am Wochenende kann’s bei Schönwetter auf dem Parkplatz dann schon mal eng werden. Das klare Seewasser hat rund 20 Grad, ich war also wenig schwimmen. Einmal lief ich rund um den See, was deutlich anspruchsvoller war als ich’s von der Alten Donau gewohnt bin. Highlights waren die Wanderung durch die Ötschergräben mit Stefan und Mathis (6), die ich alleine noch bis zur Erlaufstauseeschänke verlängerte – 18.000 Schritte an diesem Tag – und der Ausflug auf die Gemeindealpe mit herrlicher Rundumsicht und Runterdüsen mit Mountain Carts auf Schotterstraßen.

Beim Kickerl in der Sporthalle merke ich voranschreitendes Alter: Wie schon im Vorjahr zwickten die Adduktoren. Schonender war da schon das Yannis-Schaukeln auf den Oberschenkeln und dafür mit einem herzigen Baby-Lächeln belohnt werden. Auch Claudia widmete sich intensiv der Kinderbetreuung, „Großeltern“ dabei zu haben ist für die meisten Eltern schon ein dickes Plus.
Eine Entdeckung war die „Wuchtlwirtin“ auf dem Traisenradweg unweit von Mariazell: Hausmannskost vom Feinsten und riesige Buchteln mit Vanillesoße – köstlich!
Die beiden letzten Tage kamen Freunde von Stefan/Lisa nach; eine fünfköpfige Familie aus Tirol; die Freiräume nutzten Claudia und ich für Paarunternehmungen. Auf dem Rückweg dann noch ein kleiner Umweg zu Muttern nach Kapfenberg.
Fazit: schöne Gegend, Quartier mit Verbesserungsbedarf, Besetzung gemessen an der Ursprungsidee zu dünn… das Projekt „Familienurlaub“ bedarf einer Neukonzeption.