Adventmail 2013/20 (Advent-Jukebox)

MORITZ, Kundenbetreuer, Sohn, Korneuburg:
„Long Distance“ von den Turin Brakes habe ich für mich entdeckt, als ich bei Robert eingezogen bin. Damals hatte ich schon seit ein paar Jahren meine „Ich-höre-Metal-und-nichts-als-Metal“-Phase abgeschüttelt und bin – auch durch den starken Einfluss meines älteren Bruders – zu Indie übergewechselt. Auf der Suche nach neuer Musik, die mir gefällt, habe ich damals Roberts CD-Sammlung durchwühlt und fündig geworden.
Bis zu dem Zeitpunkt war es einfach nur Musik, die mir sehr gut gefällt. Tieferen Sinn hat das Lied für mich erst bekommen, als meine erste Freundin Charlotte von einem mehrmonatigen Wienaufenthalt zurück nach Frankreich fuhr und wir versuchten, eine Fernbeziehung weiterzuführen. Texte sind für mich bei Musik nicht immer so wichtig, aber die Passage „I let somebody get under my skin / Long distance losing is all that I’ve seen / Now there’s a river“ hat einfach wie die Faust aufs Auge gepasst.
Auch in meiner zweiten Beziehung hat das Lied für mich einen speziellen Wert gehabt. Lisa, selbst sehr gute Sängerin, hat mit einem Freund ein Bandprojekt gestartet. Ich bin da irgendwie als zweiter Gitarrist reingerutscht und bei unserem ersten Auftritt war „Long Distance“ eines von zwei Liedern, bei denen ich mich auch gesanglich bewähren musste.
Das Lied gehört nach wie vor zu meinen Favorits – mittlerweile nicht nur, weil es musikalisch so gut ist, sondern auch so viele schöne Erinnerungen birgt.

Turin Brakes: „Lond Distance“, www.youtube.com/watch?v=XVnQS_FPeng

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