CLAUDIA, Ärztin und Mitwanderin im Hohen Atlas, Köln
Ich habe lange überlegt: Welchen Beitrag schicke ich Dir? Am Anfang war alles klar: Joni Mitchell, „Both sides now“. Aber dann kamen Zweifel. Ist es nicht doch besser, die Toten Hosen zu wählen, mit „Wenn ein Herz brennt“ oder „Draußen vor der Tür“?
Bin bei Joni Mitchell geblieben. Zum einen, glaube ich, hat diese Frau einen megakünstlerischen Fortschritt geleistet damals von Woodstock, was ich natürlich auch nur von späteren Berichten mitbekommen habe. Und dann: Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Lied gehört habe abends in meiner Bude in Bonn mit meinem Balkon mit Blick über die Dächer der Stadt, frustriert, weil ich mich als „Ossi“ so unverstanden gefühlt und nachgedacht habe, wo soll es mit mir hingehen, weil ich Liebeskummer hatte oder einfach nur am nächsten Tag eine meiner vielen Prüfungen. Und nachdem ich „Both sides now“ gehört hatte, wurde ich ruhiger, und wie vom Himmel herbeigerufen kamen auch neue Überlegungen und Auswege. Dieses Lied hat mich schon oft abends begleitet.
Joni Mitchell: „Both sides now“,
www.youtube.com/watch?v=zIYu4EHq0Lo&feature=em-share_video_user&noredirect=1