21.1.25 „Luziwuzi“, Rabenhof Theater **

Erzherzog Ludwig Viktor, der Bruder von Kaiser Franz Joseph I., muss ein sehr schräger Vogel gewesen sein. Ihn, den der Wiener Hof nach homosexueller Übergriffigkeit in einer Badeanstalt einst ins Salzburger Schloss Kleßheim „auslagerte“, holt das famose Rabenhof Theater nun als Identifikationsfigur der LGTPQ-Bewegung auf die Bühne. Und „das Leben des wohl exzentrischsten Habsburgers als musikalisch-theatralisches Happening mit Tom Neuwirth aka Conchita Wurst“ wurde zum Erfolg.

 Mir lag diese exaltierte, schrille, billige Lacher auslösende, bunt vögelnde autobiografische Revue nicht wirklich – trotz der überzeugenden gesanglichen Leistung der bärtigen Songcontest-Siegerin Tom/Conchita. Die Inszenierung deutet vieles nur an, verzichtet aber auf eine differenzierte Zeichnung der eigentlich tragischen Gestalt des „Luziwuzi“.

Conchita/Tom – ein Lichtblick in einer sonst mäßigen Vorstellung

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