Adventmails 2014/07 (Sterne)

Heute gibt’s eine Art Starmania-Voting über Coverversionen eines bekannten Soul-Liedes, mit Sternenbezug, versteht sich. Teilnehmende sind keine hoffnungsvollen Nobodys, sondern fünf echte Stars, nämlich Beyoncé, Seal, Paul Weller, Randy Crawford und Jay Z.
Sie alle interpretieren den Hit „Wishing on a Star“ der R’n’B-Gruppe Rose Royce aus dem Jahr 1978, der in den USA ein veritabler Erfolg wurde und seither auch von anderen SängerInnen gerne aufgegriffen wurde. Erst 2011 wurde der melodiöse Song von den Finalisten von „X Factor“, der britischen Starmania-Version, herausgebracht und erreichte Platz 1 in England, Schottland und Irland.
Was meint Ihr? Im turbulenten Advent keine Zeit fürs und Lust aufs Anhören von fünf Liedern auf YouTube und anschließendem Votings? Na gut, dann reihe ich für Euch, aufsteigend von Platz 5 bis zu Platz 1, mit Kurzkritik
5.) Seal-Version von 2011: Der nigerianisch-britische Ex von Schreckschraube Heidi Klum hat eine hübsche Stimme, aber keine wirklich eigenständige Version der Vorlage zu bieten. Außerdem fast „zu Tode arrangiert“ von Producer Trevor Horn.
4.) Randy Crawfords Version von 1997: Die US-Jazzerin macht aus dem ganzen einen Dancefloor-Stampfer, gewohnt prickelnd leicht gesungen von der damals 45-Jährigen. Nicht ganz mein Fall, aber immerhin ein bisher nicht dagewesener Neuansatz.
3.) Jay Z’s Version von 1996: Der Musikproduzent und Rapper macht aus „Wishing…“ eine Brooklyn Story mit einem halbwüchsigen schwarzen Protagonisten, der wohl auch so manchen Wunsch an die Stern(schnuppen) zu richten hätte, um seinem Ghetto zu entfliehen. Zu seinem eigenen Rap-Gesang mischt Jay Z die Originalstimme aus dem Rose Royce-Song. Originell.
2.) Beyoncé schlägt ihren Angetrauten Jay Z knapp, aber doch. Ihre Version von 2005 würde sich bestens für einen Sonntagnachmittag eignen, an dem man mit seiner/m Liebsten am Sofa ein Glas Rotwein trinkt und dann zu knutschen beginnt.
1.) „Modfather“ Paul Weller, Gründer der Popgruppe Jam und seit 1990 erfolgreich als Solokünstler tätig, singt seine Wishes nach einem hübschen Keyboard-Intro so unpretentiös und zugleich leidenschaftlich, dass man ihm die Erfüllung aller Begehrlichkeiten von Herzen gönnen möchte.

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