Spanien war noch eine brutale Diktatur, als ich längst geboren war. Bis 1975 dauerte das Franco-Terrorregime, dem Tausende Oppositionelle zum Opfer fielen, viele davon namenlos in Massengräbern verscharrt. Einer davon war Antoni Benaiges (Enric Auquer), der kurz vor Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs Grundschullehrer in einem kleinen, abgelegenen Dorf in der Provinz Burgos wird. Dank seiner fortschrittlichen, antiautoritären Unterrichtsmethoden baut er schnell eine vertrauensvolle Beziehung zu seiner Klasse auf. Doch der freundschaftliche Umgang mit den Kindern wird von Eltern und Dorfgrößen argwöhnisch beobachtet und dann von den faschistischen neuen Machthabern brutal beendet.
Dieser historischen Person auf der Spur geht in der etwas aufgesetzten Rahmenhandlung die Enkelin eines inzwischen schwer kranken Ex-Schülers von Benaiges. Im Zuge der Exhumierung von Franco-Opfern schafft es Ariadna, ihrem Großvater ein Stück verlorene Lebensgeschichte zurückzugeben.