„Geheymniß“ ist ein Nomen, das erst durch Martin Luther und seine Bibelübersetzung vor 500 Jahren in der deutschen Sprache verbreitet wurde. Schon davor gebräuchlich war das Adjektiv und das Substantiv „geheim“, n., das im Spätmittelhochdeutschen „zum Heim bzw. Haus gehörig“ bedeutete und über „vertraut“ in seine heutige Bedeutung überging.
Was mir Kluges Etymologisches Wörterbuch weiter verrät: Das in allen germanischen Sprachen im Sinn von „Heimat eines Stamms“ verwendete Nomen „Heim“ war im Deutschen vom 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts praktisch unbekannt. Danach hielt es unter englischem Einfluss („home“) wieder Einzug.
Im Englischen hat „Geheimnis“ jedoch einen anderen Wortstamm jenseits von „home“: „secret“ kommt vom lateinischen Verb „secernere“, dt. absondern, trennen. Es fand zuerst ins Altfranzösische Eingang („le secret“) und überquerte dann den Ärmelkanal.
„Sekret“ im Deutschen wiederum ist alles andere als ein (süßes) Geheimnis, wird nicht umsonst mit Schleim, Drüsen und übelriechend assoziiert. Dazu würde „Gerücht“ passen, eine Art Geheimnis, das anrüchig sein mag … aber das geht jetzt zu weit.
Geheimtipp Gregor:
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