Das Damengambit ist nicht nur eine der erfolgreichsten Netflix-Serien der letzten Jahre (empfehlenswert!), sondern auch eine häufig gespielte Schacheröffnung. Sie folgt der Idee, den weißen c-Bauern gegen den etwas stärkeren schwarzen Damen-Bauern zu tauschen und sich z.B. mit dem aufrückenden Königsbauern (e2–e4) eine Bauernmajorität im Zentrum zu verschaffen.
Wer von euch nicht Schach spielt, wird mit den folgenden „goldenen Regeln“ der Spieleröffnungen nicht viel anfangen können:
– Besetze falls möglich das Zentrum (die vier Felder in der Mitte des Schachbretts d4, d5, e4, e5) mit eigenen Bauern. Oder mache einen Zug, der auf das Zentrum einwirkt, z. B. 1. c4.
– Entwickle in der Regel erst die Leichtfiguren, und zwar erst Springer, dann Läufer.
– Sorge möglichst früh für eine sichere Positionierung des Königs durch die Rochade.
– Ziehe jede Figur in der Eröffnung möglichst nur einmal.
– Entwickle die Figuren so, dass sie ihre maximale Wirksamkeit erzielen (also beispielsweise Sb1–c3 und nicht Sb1–a3).
– Bringe die Dame und die Türme nach der Entwicklung der Leichtfiguren und der Rochade ins Spiel.
– Überlege Dir Bauernzüge besonders gut, weil Du sie nicht rückgängig machen kannst.
Ich lernte Schach als kleiner Volksschüler von einem entfernten Bekannten. Am meisten spielte ich in der Schulzeit – Turniere mit Schulkollegen des BG Kapfenberg in Freistunden und Pausen. Danach kaum mehr, obwohl ich Schach für eines der besten Spiele halte, das man zu zweit spielen kann. Meine Liebste meint jedoch, sie verliert schon oft genug bei „Kartograph“, „My City“ oder „Patchwork“ gegen mich … seufz