HENNING, Redakteur, Arbeitskollege, Maria Anzbach:
Seit 10 Jahren lebe ich mittlerweile in Österreich. Eine wertvolle kulturelle “Integrationsstütze” war mir seither (aber auch schon zuvor, zugegeben…) Hubert von Goisern, den man – neben der unausweichlichen “Christel” auch in Deutschland kennt… Über ihn “gestolpert” bin ich allerdings nicht zu Alpinkatzen-Zeiten, sondern erst bei seinem grandiosen Comeback-Album “Fön”, das mittlerweile auch schon 13 Jahre auf dem Buckel hat. Diese Art “Alpen-Sting” hat mich fasziniert…
Besonders berührt haben mich von dem Album zwei Titel – beides eher langsame Stücke. Zum einen das melancholische, bestens zur kalten Adventszeit passende “spat” (www.youtube.com/watch?v=q_TOMqF8TWw). Die Jodlerei am Beginn ist für einen “Norddeutschen” zugegeben zunächst “hart”, aber man muss durchhalten bis zum Mittelteil: Dann nämlich – für die “Quintzirkler” unter euch – kippt der Song von e-moll in ein E-Dur mit einigen großen Septimen in der Folge, die einen zum Heulen schönen Melodiebogen ergeben… Ganz nüchtern betrachtet…
Und besondere “familiäre Bande” gibt es zum letzten Stück auf der CD – “fia di” (www.youtube.com/watch?v=YigL90aHTdw). Auch dieses kommt eigentlich recht “klassisch” und fast kindlich in der Melodieführung und Begleitung daher, hat aber einige sehr schöne Gitarrenriffs – und einen ebenso schönen Text. “Familiär” ist das Lied deshalb wichtig für mich, weil wir es bei den Taufen unserer Kinder jeweils live “performed” (sprich: gesungen und “gitarriert”) haben. Das war immer ein sehr schöner, stimmiger Moment.
Hubert von Goisern: „spat“ und „fia di“