DORIS, Redakteurin bei „Furche“, Wien:
Habe unlängst beim Kochen auf Ö1 eine Sendung über eine aus Australien stammende und nun in Berlin lebende Singer-Songwriterin gehört, den Namen en passant notiert, auf YouTube diesen grandiosen Song gefunden – aber im CD-Geschäft (ja, ich kaufe wirklich noch CDs!!!) gemerkt, dass ich den Namens-Zettel vergessen habe. Natürlich kennt keiner eine aus Australien stammende und nun in Berlin….. egal.
Am nächsten Tag zettelbewehrt der zweite Versuch – und CD natürlich nicht lagernd. Das heißt bestellen, eine Woche später wiederkommen, glücksstrahlend kaufen – und daheim beim Anhören zerknirscht merken, dass der glorreiche Song natürlich nicht auf der Scheibe ist, die man gerade in unendlich altmuttrischer Manier ganz real und um ein Schweinegeld erstanden hat (“Please Don’t Give Me What I Want”).
Also doch das entsprechende, ältere Album (“The Dance of a Stranger Heart”) via iTunes runterladen und sich dabei fluchend fast einen Herzinfarkt holen, weil man wieder mal das Kennwort der Apple ID vergessen hat (Wer merkt sich eigentlich all diese Scheiß-Kennwörter????).
Schließlich euphorisch reinhören – und entsetzt realisieren, dass die straighte Studio-Version nicht annähernd den Charme der verwackelten Live-Variante auf dem Bardentreffen in Nürnberg 2012 versprüht. Vom entzückenden, anfänglichen Text-Aussetzer nicht zu reden 😉
Deshalb: Einfach hier anschauen, zuhören – und gepflegt schwach werden…
Kat Frankie: “Love Me”, www.youtube.com/watch?v=QbJD19-vgBU